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Konflikt im Kaukasus: 

Georgien bricht Beziehungen zu Russland ab

29. Aug 2008 16:20
Sein Land will auch den russischen Botschafter nicht mehr dulden: Michail Saakaschwili
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Das Parlament hatte sich schon am Donnerstag für den Schritt ausgesprochen. Tatsächlich will nun auch die Regierung vorerst keinen diplomatischen Kontakt mehr zu Moskau. Dort reagiert man zurückhaltend.

Georgien hat nach dem Verlust seiner abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien die diplomatischen Beziehungen mit Russland vorerst komplett eingestellt. An diesem Samstag würden auch die letzten Diplomaten aus Russland abgezogen, teilte der stellvertretende georgische Außenminister Grigol Waschadse am Freitag laut der Agentur Interfax in Tiflis mit. Das georgische Parlament hatte diesen Beschluss am Donnerstag gefasst und gleichzeitig die «Okkupation Abchasiens und Südossetiens» verurteilt. Das Land hat auch die russischen Botschafter in Tiflis zur Abreise aufgefordert.

Das Außenministerium in Moskau bedauerte die Entscheidung. Auch die russischen Diplomaten in Georgien seien bereit, das Land zu verlassen, wenn die georgische Führung dies verlange, sagte Russlands Botschafter Wjatscheslaw Kowalenko in Tiflis. Dies sei allein die Entscheidung Georgiens. Bisher gebe es eine solche Aufforderung aber nicht, sagte Kowalenko.

In Russland leben rund eine Million Georgier. Es wird befürchtet, dass Georgien den Kontakt mit der Minderheit verlieren könnte. Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens durch Moskau hatte Tiflis in dieser Woche die diplomatischen Beziehungen auf ein Minimum reduziert. Russland sei ein «Aggressor», der die völkerrechtlich zu Georgien gehörenden Regionen annektiert habe, hieß es in der Erklärung des Parlaments am Donnerstag in Tiflis.

Das georgische Außenministerium teilte mit, dass Kontakte mit den russischen Kollegen allenfalls in Drittländern möglich seien. Russlands Außenamtssprecher Andrej Nesterenko sagte, dass der Abbruch die Beziehungen beider Länder zusätzlich belaste. (dpa)

 
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