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Georgiens Präsident Saakaschwili: 

«Das war eine sehr wohl geplante Aggression»

29. Aug 2008 11:10
Sakaschwili wirbt in Deutschland für seine Position
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Der Medienkrieg zwischen Russland und Georgien findet auch in Deutschland statt. Georgiens Präsident hat im ZDF und Deutschlandfunk Interviews gegeben und scharfe Worte gefunden. Die russische Antwort: «Mit dem Rückzug ist es vorbei».

Russland hat nach Ansicht des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili den Einmarsch in Georgien von langer Hand vorbereitet. «Das war eine sehr wohl geplante Aggression», sagte er am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung «Maybritt Illner».

Als Beleg führte der 40-Jährige vorbereitete russische Pässe für die Bewohner der abtrünnigen georgischen Provinzen Südossetien und Abchasien an. Saakaschwili wies erneut Vorwürfe zurück, er habe das Eingreifen Moskaus in den Kaukasus-Konflikt mit dem Einmarsch georgischer Soldaten in Südossetien provoziert.

Der sowjetischen und russischen Gesandten in Ost-Berlin, Igor Maximytschew vertrat bei Maybritt Illner eine harte Position. Russland werde keine Konzessionen mehr an den Westen machen. «Mit dem Rückzug ist es vorbei», sagte Maximytschew bei und fügte hinzu: «Russland steht mit dem Rücken zur Wand. Seit der Zeit Gorbatschows war das Land auf dem Rückzug. Wir gaben alles, was von uns gefordert wurde in der Hoffnung, dass das belohnt wird, dass wir als Partner betrachtet werden.» Am Ende habe aber gestanden, «dass Russland aussätzig ist und dass alles, was da geschieht, verdammungswürdig ist», sagte der frühere Diplomat, der heute am Europa-Institut in Moskau tätig ist.

Der georgische Präsident warf Russland vor, die gesamte Ordnung in Europa zu untergraben. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges versuche eine große europäische Macht, Teile eines Nachbarlandes zu annektieren, sagte Saakaschwili am Freitag im Deutschlandfunk.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte am Dienstag die Unabhängigkeit Abchasiens und Südossetiens anerkannt. Sollte sich Russland mit seiner Politik durchsetzen, werde die jüngste Vorgehensweise im Kaukasus kein Einzelfall bleiben, sagte Saakaschwili. Er forderte die Europäische Union auf, beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. (dpa, nz)

 
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