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McCains Auswahl: 

Das sind die möglichen Vize-Kandidaten

28. Aug 2008 19:19
Sie könnten es beide werden: Mitt Romney und Joe Lieberman
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Bei den Spekulationen über den Vizekandidaten des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain sind vor allem vier Namen immer wieder gefallen.

Vor dem Parteitag der Republikaner wird auch John McCain seinen Vize nominieren. Das sind die wahrscheinlichsten Anwärter:


MITT ROMNEY

Der 61-jährige ehemalige Gouverneur von Massachusetts (2003-07) hat vor allem ein Plus: Als Absolvent der Harvard Business School und erfolgreicher Geschäftsmann kann er sein wirtschaftliches Wissen einbringen und damit McCains Schwäche auf diesem Gebiet ausgleichen. Romney verfügt außerdem über ein ausgesprochen großes Management-Talent, das er als Gouverneur und auch als Organisator der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City (Utah) unter Beweis stellte. Dass er telegen ist und jünger wirkt als seine 61 Jahre, könnte ihm angesichts von McCains hohem Alter ebenfalls zugute kommen. Romney gilt zudem als ausgezeichneter Redner.

Abtreibungsgegner und Wirtschaftsfachmann: Mitt Romney
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Nachdem er früher für gewisse Abtreibungsrechte eingetreten war, hat er sich im Wahlkampf als Abtreibungsgegner ohne Wenn und Aber präsentiert. Ein Wandel, der die religiöse Rechte mit ihm versöhnt hat, ihn in den Augen vieler aber auch als Wendehals erscheinen lässt. Dass er Mormone ist, gefällt den Religiös- Konservativen auch nicht sehr. Zudem könnte er den Demokraten wegen scharfer Attacken gegen McCain im Vorwahlkampf Kanonenfutter liefern und auch dadurch, dass er, wie die McCains, ein Vermögen von mehreren Millionen Dollar hat. Damit könnte sich ein Duo McCain/Romney dem Vorwurf aussetzen, keinen Bezug «zum kleinen Mann» zu haben.


JOSEPH LIEBERMAN

Der 66-jährige Senator, lange Jahre Demokrat und seit fast zwei Jahren unabhängig, gilt als McCains Wunschkandidat. Die beiden verstehen sich äußerst gut, sind Vertraute, und Lieberman ist zu einem der wichtigsten Berater McCains im Wahlkampf geworden. Wie dieser ein starker Befürworter des Irakkriegs, ist Lieberman als Redner zum Wahlparteitag der Republikaner in der kommenden Woche eingeladen worden – auch das ein Zeichen dafür, wie sehr McCain diesen Mann schätzt. Lieberman, orthodoxer Jude und einstiger Vizekandidat des Demokraten Al Gore, sitzt seit 1988 im US-Senat. 2007 zog er erstmals als Unabhängiger in die Kammer ein.

Al Gores Ex-Partner: Joe Lieberman
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Neben der persönlichen Freundschaft zu McCain hat Lieberman noch einen besonderen Vorteil: Er ist als «Freidenker» bekannt und könnte das lang gepflegte Image McCains als «Parteirebell» aufpolieren. Das würde dem Spitzenkandidaten dabei helfen, sich vom unpopulären Präsidenten George W. Bush abzusetzen. Aber Lieberman ist der religiösen Rechten ein Dorn im Auge: Er ist ein Befürworter des Abtreibungsrechts und vertritt auch in anderen Fragen wie Arbeiterrechten liberale Positionen. McCain droht somit auf dem Parteitag ein Aufruhr, sollte er sich für seinen Freund entscheiden.


TIM PAWLENTY

Der 47-jährige Gouverneur von Minnesota hat zwei Vorteile: Er ist relativ jung und kann damit der Frische des Demokraten Barack Obama eigene jugendliche Ausstrahlung entgegensetzen – wichtig angesichts des Alters von John McCain. Pawlenty, der polnische und deutsche Wurzeln hat, würde wie Romney auch Talente in den Bereichen Wirtschaft und Management einbringen. Seit 2003 Gouverneur, kennt er sich in Verwaltungssachen gut aus und hat es geschafft, den Haushalt in seinem Staat auszugleichen. Aber anders als Romney kommt Pawlenty, der einstmals römisch-katholisch war und dann zur evangelischen Kirche wechselte, auch bei der religiösen Rechten gut an: Er ist Abtreibungsgegner.

Freund der religiösen Rechten: Tim Pawlenty
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Sein Manko: Viele US-Bürger kennen ihn nicht so recht, was er allerdings in der nächsten Woche als Gastgeber des republikanischen Wahlparteitags etwas ausgleichen könnte. Aber sein Mangel an außenpolitischer Erfahrung bleibt. Strategen befürchten, dass er im Duell mit dem demokratischen Vizekandidaten und außenpolitischen Experten Joe Biden schlicht alt aussehen könnte.


TOM RIDGE

Der 63-jährige ehemalige Gouverneur von Pennsylvania und einstige Heimatschutzminister zählt zu den engen persönliche Freunden von John McCain. Weil Pennsylvania einer der Schlüsselstaaten bei der Wahl am 4. November und Ridge hier nach wie vor populär ist, könnte eine Entscheidung für ihn McCains Siegeschancen möglicherweise erhöhen. Wie McCain ist Ridge auch ein Vietnamkriegsveteran und als ehemaliger Heimatschutzminister gehört er zu den überzeugten Antiterrorkämpfern – ein Bereich, den McCain in den Vordergrund seines Wahlkampfs gestellt hat. In seinen zwei Amtsperioden als Gouverneur (1995-2001) hat Ridge auch unter Beweis gestellt, dass er die Regierungsgeschäfte versteht – anders als McCain, der lediglich über Senatserfahrung verfügt.

Befürworter des Rechts auf Abtreibung: Tom Ridge
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Aber Ridge tritt für das Recht auf Abtreibung ein, und das disqualifiziert ihn in den Augen der religiösen Rechten. Ein anderer Nachteil: Obwohl er der erste Chef des nach den Anschlägen vom 11. September 2001 geschaffenen Heimatschutzministeriums war (2003-05), war er auf nationaler Ebene nie besonders populär. (dpa)
 
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