NATO: Ein Pfeiler der Zusammenarbeit ist der 2002 gegründete NATO- Russland-Rat. Hier werden auch auf Ministerebene alle Themen von gegenseitigem Interesse erörtert. Russland hat eine Botschaft bei der NATO und ist mit einer Militärmission an deren Europa-Hauptquartier vertreten. Wegen der Georgien-Krise wurde die Zusammenarbeit im August auf Eis gelegt.UN-SICHERHEITSRAT: Hier hat Russland als eines der fünf ständigen Mitglieder ein Vetorecht. Gegen seinen Willen können keine international wirksamen Beschlüsse gefasst werden, auch nicht im aktuellen Georgien-Konflikt.
G8: Die elftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt ist seit 2002 Mitglied der Runde der großen Industrieländer. Vier Jahre später lud der damalige russische Präsident Wladimir Putin zum Gipfel nach St. Petersburg. Über die von Russland gewünschte Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation WTO und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) konnte man sich bislang noch nicht einigen.
KONFLIKTE: Bei den Bemühungen um die Beilegung von internationalen Konflikten ist der Westen in Kontakt mit Moskau. So ist Russland Mitglied des sogenannten Nahost-Quartetts zur Beilegung des Palästinakonflikts und nimmt an den Sechs-Länder-Gesprächen über Nordkorea teil.
OSZE: An der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa kritisiert Russland, dass sie sich zu sehr auf den Osten konzentriert, etwa bei der Beobachtung von Wahlen. (dpa)