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Anerkennung von Georgien: 

Saakaschwili erwartet Konsequenzen der EU

27. Aug 2008 08:45
Präsident Saakaschwili: Lobrede auf Merkel
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Der georgische Präsident warnt die EU: «Wenn sich Europa das einmal gefallen lässt, wird Russland es in Zukunft wieder versuchen.» Er lobt Kanzlerin Merkel und dämonisiert in diesem Lob die Russen.

Nach der Anerkennung der abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien durch Russland hat Georgiens Präsident Michail Saakaschwili Konsequenzen der EU gefordert.

Der «Bild»-Zeitung sagte Saakaschwili, Russland verändere eigenmächtig und mit Gewalt die Grenzen Europas. «Wenn Europa sich das einmal gefallen lässt, wird Russland es in Zukunft wieder versuchen.» Georgiens Präsident erwartet von dem EU-Gipfel zur Kaukasus-Krise kommende Woche in Brüssel ein «klares Bekenntnis» zu seinem Land.

Lob für Merkel in der «Bild»

Saakaschwili lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer entschlossenen Haltung gegenüber Moskau. Die deutsche Regierungschefin habe «harte Worte» gefunden: «Sie versteht, wie die Russen sind. Sie hat schließlich unter ihnen gelebt.« Er schob den Russen im Lob für Merkel noch einige unangenehme Eigenschaften zu: Merkel wisse, dass Lügen für Russen ein normales Mittel der Kommunikation seien und dass Russen sehr brutal sein könnten.

Saakaschwili, der Russland erneut vorwarf, den Krieg im Kaukasus begonnen und schwere Kriegsverbrechen verübt zu haben, will aber nicht zum EU-Gipfel nach Brüssel reisen. Er begründete dies mit seiner Sorge, nicht in sein Heimatland zurückkehren zu können. «Wenn ich Georgien verlasse, werden die Russen unseren Luftraum schließen und verhindern, dass ich zurück ins Land komme.»

US-Kriegsschiff in humanitärer Mission umgeleitet

Unterdessen verzichten die USA darauf, mit einem Kriegsschiff humanitäre Hilfe in die georgische Hafenstadt Poti zu bringen. Die «Dallas» werde nicht in Poti anlegen, sondern im weiter südlich gelegenen Hafen Batumi, teilte ein Sprecher der US-Botschaft in Tiflis mit.

In den Außenbezirken von Poti sind russische Truppen postiert, die vor allem im Norden die Straßenverbindung in die abtrünnige Region Abchasien kontrollieren. Mit der Umleitung gehen die Vereinigten Staaten einer Begegnung ihrer Marine mit russischen Truppen aus dem Weg. (dpa/AP)

 
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