Saakaschwili lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer entschlossenen Haltung gegenüber Moskau. Die deutsche Regierungschefin habe «harte Worte» gefunden: «Sie versteht, wie die Russen sind. Sie hat schließlich unter ihnen gelebt.« Er schob den Russen im Lob für Merkel noch einige unangenehme Eigenschaften zu: Merkel wisse, dass Lügen für Russen ein normales Mittel der Kommunikation seien und dass Russen sehr brutal sein könnten. Saakaschwili, der Russland erneut vorwarf, den Krieg im Kaukasus begonnen und schwere Kriegsverbrechen verübt zu haben, will aber nicht zum EU-Gipfel nach Brüssel reisen. Er begründete dies mit seiner Sorge, nicht in sein Heimatland zurückkehren zu können. «Wenn ich Georgien verlasse, werden die Russen unseren Luftraum schließen und verhindern, dass ich zurück ins Land komme.»