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Barack Obamas Nominierungsparteitag : 

Ja, Clinton kann unterstützen

27. Aug 2008 07:43
Hillary Clinton: Ja, sie kann's
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Die Rede ist mit Spannung erwartet worden: Was sagt die im parteiinternen Nominierungsrennen unterlegene Hillary Clinton auf dem Parteitag, der ihren Bezwinger zum Kandidaten macht? Am Dienstag hat sie gesprochen.

Die im parteiinternen Nominierungsrennen unterlegene Hillary Clinton hat ihre Anhänger zur Unterstützung für Barack Obama aufgerufen. Jetzt sei es an der Zeit, sich geschlossen hinter dem Senator von Illinois zu scharen, sagte Clinton. «Er muss unser Präsident sein.»

Die Rede der New Yorker Senatorin war umjubelter Höhepunkt des zweiten Tages der «Democratic National Convention», auf der am Mittwoch offiziell bestätigt werden soll, was ohnehin schon feststeht – dass Obama für die Demokraten in die Wahl um das Amt des US-Präsidenten geht. Es war eine wichtige Rede – immerhin ist in letzter Zeit die Zahl der Anhänger Clintons gewachsen, die nach deren Niederlage ihre Stimme dem Republikaner John McCain geben wollen.

Stolze Unterstützerin von Barack Obama

Ihre Tochter Chelsea stellte Clinton vor, dann feierten die 4000 Delegieren die Senatorin minutenlang. Das Plenum war in ein Meer von weißen Schildern mit dem Schriftzug «Hillary» getaucht. Sie beginnt ihre Rede mit den Worten: «Ich bin eine stolze Demokratin, eine stolze Amerikanerin und eine stolze Unterstützerin von Barack Obama.» Der Beifall ist grenzenlos – die Erleichterung wohl auch.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Wochen Berichte gegeben, die Frau des Ex-Präsidenten Bill Clinton habe ihre Niederlage nicht wirklich überwunden, sie und ihr Mann Bill zweifelten an Obamas Siegeschancen und stünden nicht wirklich hinter ihm. In Denver gibt sie sich alle Mühe, solchen Mutmaßungen keine Nahrung zu geben. Eindringlich rief sie zur Unterstützung Obamas auf: «Wir haben keinen Augenblick zu verlieren und wir können auf keine Stimme verzichten.»

Obama kämpft für »Hillary-Politik«

Clinton berichtet, warum sie um das Amt des US-Präsidenten kämpfen wollte, und sagt dann, dass sie deshalb für Obama kämpfe. Immer wieder geht es in der Reder um ihr politisches Markenzeichen, eine Krankenversicherung für alle, ihren Kampf um Frauenrechte. Sie spricht von der Wirtschaftskrise in den USA, von Armut und Irakkrieg. Ihre Botschaft an ihre Anhänger: Obama kämpft auch für «Hillary-Politik».

Clinton wirbt um die Wähler, die nach ihrer Niederlage McCain die Stimme geben wollen. 18 Millionen Stimmen hatte Clinton in den Vorwahlen für sich gesammelt. Ein Viertel ihrer Anhänger droht nach neuesten Zahlen, am 4. November zu McCain zu wählen. Es sind diese möglichen Überläufer, die die ehemalige First Lady ins Auge fasst: «Ich möchte, dass ihr euch selbst fragt: Habt ihr euch nur meinetwegen im Wahlkampf engagiert?» Am Ende ihrer Rede preist Clinton sogar den designierten Vizepräsidentschaftskandidaten Joe Biden - die Delegierten sind außer sich.

Blaue Obama-Plakate lösen weiße Hillary-Transparente ab

Auch die Regie ist perfekt. Im Laufe der Rede verschwinden immer mehr die weißen «Hillary»-Plakate - immer mehr blaue «Obama»-Plakate treten an ihre Stelle. Ob die Partei nun wirklich einig und geschlossen ist, werden die nächsten Tage in Denver zeigen. Doch eines kann man Clinton nicht vorwerfen – dass sie nicht ihren Teil zur Einigkeit der Partei und zur Versammlung hinter Obama beigetragen hätte. (dpa/AP)

 
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