Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Nach Kritik der Nato: 

Medwedew hat keine Angst vor Kaltem Krieg

26. Aug 2008 17:34
Medwedew geht auf Konfrontation mit dem Westen
Bild vergrößern
Russlands Präsident hat mit seiner Anerkennung von Abchasien und Südossetien heftige Kritik des Westens provoziert. Darauf reagierte Medwedew gelassen: «Wir fürchten uns vor nichts.»

Russland fürchtet sich nach Worten von Präsident Dmitri Medwedew nicht vor einen «neuem Kalten Krieg». Sein Land wolle ihn aber auch nicht, sagte er am Dienstag. Zuvor hatte Medwedew gegen den Widerstand des Westens die abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien als unabhängig anerkannt. Es wird damit gerechnet, dass die Entscheidung die Spannungen zwischen Moskau und dem Westen weiter anheizt.

Deutschland, Frankreich und die USA bedauerten den Schritt. «Wir fürchten uns vor nichts, auch nicht vor der Aussicht auf einen neuen Kalten Krieg», zitierte die russische Nachrichtenagentur ITAR-Tass Medwedew. «Aber wir wollen keinen Kalten Krieg, und in dieser Situation hängt alles von der Haltung unserer Partner ab.»

Kritik von der Nato

Auch die Nato kritisierte den Schritt Russlands scharf. «Dies ist ein direkter Verstoß gegen zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zur territorialen Integrität Georgiens - Resolutionen, die Russland selbst mitgetragen hat», teilte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.

«Das russische Handeln der vergangenen Wochen stellt Russlands Bekenntnis zu Frieden und Sicherheit im Kaukasus in Frage.» Die Nato unterstütze fest die Souveränität und die territoriale Integrität Georgiens und rufe Moskau auf, diese Prinzipien zu respektieren.

«Alle Verpflichtungen erfüllt»

Medwedew bestritt angebliche Verstöße gegen den Friedensplan für den Südkaukasus. «Russland hatte alle Verpflichtungen erfüllt», sagte Medwedew am Dienstag in Bezug auf den mit Frankreich ausgehandelten Sechs-Punkte-Plan. «Unsere Truppen sind hinter die Grenzen Georgiens zurückgezogen worden, mit Ausnahme der sogenannten Sicherheitsstreifen», sagte der Kremlchef am Dienstag in einem Interview des englischsprachigen Nachrichtensenders «Russia Today».

Unterdessen reagierte Georgien auf die russische Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien und bezeichnete den Schritt als völkerrechtswidrig. Die von Kremlchef Dmitri Medwedew verkündete Entscheidung widerspreche außerdem den Verfassungen von Georgien und von Russland, sagte der Sekretär des georgischen Sicherheitsrats, Alexander Lomaja, am Dienstag laut der Agentur Itar-Tass. Der Schritt der Führung in Moskau werde Russland international isolieren. (dpa/AP/nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Der mächtigste Vize-Präsident aller Zeiten: 
US-Vizepräsident Cheney bereut nichts
Bereitschaftsdienst: 
Parlament kämpft gegen Dauerarbeit
 
Kritik an EU-Klimabeschluss: 
Merkels «Kniefall vor der Industrie»
 
150 Lkws in Peschawar angezündet: 
Taliban zerstören Nato-Truppennachschub
BND-Untersuchungsausschuss: 
Brisante Daten, laxe Kontrolle
 
Israelisch-palästinensischer Krieg: 
EU und Nahost-Quartett verlangen Feuerpause
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.