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Duell um die US-Präsidentschaft: 

Clinton-Anhänger machen Obama zu schaffen

25. Aug 2008 10:15
Obama: Clinton-Anhänger bereiten Sorgen
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Vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten ist der Vorsprung von Barack Obama auf seinen republikanischen Konkurrenten dahingeschmolzen. Beide liegen gleichauf, nachdem Obama im Juni noch deutlich vorne lag.

Das Rennen um das Weiße Haus wird immer spannender. Nach einer neuen Umfrage des TV-Senders CNN liegen der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama und sein republikanischer Rivale John McCain gleichauf bei 47 Prozent der Wählerstimmen.

Dabei habe Obama noch vor einem Monat habe mit sieben Prozentpunkten deutlich vorn gelegen, berichtete CNN wenige Stunden vor Beginn des Nominierungsparteitags der Demokraten in Denver (Bundesstaat Colorado). Hauptursache für den Rückgang der Zustimmung für Obama sei die Unzufriedenheit unter den Anhängern von Hillary Clinton.

Zahl der Clinton-Anhänger für McCain gewachsen

Laut CNN erklärten 27 Prozent der Clinton-Anhänger, bei der Präsidentwahl im November nicht für Obama, sondern für McCain stimmen zu wollen. Noch Ende Juni hätten lediglich 16 Prozent der Fans für die frühere First Lady, die bei den Vorwahlen der Demokraten Obama knapp unterlegen war, damit gedroht, für den Republikaner zu votieren.

Allgemein wird nun erwartet, dass Clinton ihre Delegierten auf dem Parteitag Barack Obama übergibt und so ein Zeichen für die Einigkeit der Demokraten setzt.

Überzeugt Clinton ihre Anhänger von Obama?

Allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit das die 27 Prozent ihrer Wähler bei den Vorwahlen überzeugt, die nun zu McCain tendieren. Schließlich hatte die New Yorker Senatorin ihre Anhänger schon zuvor aufgefordert, sich hinter Obama zu stellen. Clinton spricht am Dienstag zu den Delegierten, also am zweiten Tag des Inthronisierungs-Parteitags.
Die Senatorin hatte sich nach fünf Monaten eines erbitterten innerparteilichen Wahlkampfs erst am 3. Juni geschlagen gegeben. Den Ausschlag hatten damals aber nicht die in den Vorwahlen errungenen Delegiertenstimmen gegeben, sondern die in ihrer Entscheidung ungebundenen «Superdelegierten».

Mit ihrer jetzt auf Zusammenarbeit bedachten Haltung demonstriert Clinton nach Ansicht von Beobachtern ihre weitere Politikfähigkeit. Viele ihrer Anhänger wollen, dass sie sich bei einer künftigen Wahl erneut um die Präsidentschaftskandidatur bewirbt.

Obama dämpft die Erwartungen

Unterdessen bemühte sich Obama, die Erwartungen an seine Antrittsrede zu dämpfen. Er sagte, er habe die Arbeit daran noch nicht abgeschlossen. Er spricht am Donnerstag. Am Montag hält seine Frau die Hauptrede, am Mittwoch Joe Biden, dem Obama im Fall seiner Wahl als Vize-Präsidenten vorgesehen hat. (AP/nz)

 
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