Doch das Gericht folgte der Argumentation des Staatsanwaltes, wonach im Falle eine Begnadigung Fluchtgefahr bestehe und Chodorkowski zudem Zeugen beeinflussen könnte. Die Richter kritisierten im Begnadigungsverfahren, dass Chodorkowski auch weiterhin jegliche Schuld bestreite.Doch selbst wenn die Richter hätten Milde walten lassen, Chodorkowski hat bereits das nächste Verfahren am Hals: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, rund 18 Milliarden Euro unterschlagen zu haben und den Diebstahl des gesamten Öls, das Yukos innerhalb von sechs Jahren gefördert hat. Das entspricht etwa 350 Millionen Tonnen Erdöl. Pikantes Detail: Die über 145 Seiten lange Anklage wurde an Chodorkowskis Geburtstag eingereicht, sprich am 26. Juni.