Neue Panne in Großbritannien: 

netzeitung.deDaten von Schwerverbrechern «verloren»

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Eine amerikanische Verbrecher-Datenbank (Foto: NZ Screenshot<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Eine amerikanische Verbrecher-Datenbank
Foto: NZ Screenshot
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein Memorystick ist verschwunden, und mit ihm persönliche Angaben zu Zehntausenden von Häftlingen auf der britischen Insel. Ihr Strafenregister und Entlassungsdatum kann nachlesen, wer immer jetzt im Besitz der Daten ist.

Neuer Datenskandal in Großbritannien: Dieses Mal sind unverschlüsselte Informationen über Zehntausende Häftlinge verschwunden. Auf dem abhanden gekommenen Memorystick seien unter anderem persönliche Daten von 10.000 Schwerverbrechern sowie Details über alle 84.000 Häftlinge in England und Wales gespeichert gewesen, räumte das Innenministerium in der Nacht zu Freitag ein. Ein Sprecher sagte, eine private Beratungsfirma habe die Daten verloren. Inzwischen sei die Polizei in die Suche nach dem Datenträger eingeschaltet worden.

Auf dem Speichermedium waren unter anderem die Namen, Adressen und teilweise auch die geplanten Entlassungstermine der Gefangenen gespeichert. Er enthält zudem Adressen und Namen sowie Geburtsdaten von 30.000 Verbrechern, die sechs oder mehr Strafen auf dem Kerbholz haben. Der Schatten-Innenminister der oppositionellen Konservativen, Dominic Grieve, sagte, er sei «absolut entsetzt» von der «Inkompetenz». Die Firma PA Consulting hatte die Regierung am Montag über den Verlust informiert.

Es ist die dritte große Datenpanne in kurzer Zeit. Im Juni wurden Regierungsdaten in Nahverkehrszügen liegengelassen. Zudem verloren Beamte Computer, Disketten und CDs mit vertraulichen Daten. Im November 2007 waren Daten von 25 Millionen Steuerzahlern verloren gegangen, unter anderem die Daten von Millionen Kindergeldempfängern. (dpa/AP)