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Vor angekündigtem Abzug aus Georgien: 

Russische Soldaten plündern in Poti

21. Aug 2008 20:21
Russische Soldaten in Georgien
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Westliche Journalisten haben berichtet, dass die Truppen Tische und Stühle auf ihren Schützenpanzern abtransportierten. Fotos gibt es von diesen Taten kaum, denn russische Soldaten vernichteten einige Bilder.

Die georgische Hafenstadt Poti ist nach Angaben von georgischen Behördensprechern in der vergangenen Woche von russischen Truppen geplündert worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AP beobachteten am Donnerstag, wie russische Soldaten in Schützenpanzern Tische und Stühle abtransportierten, während Einwohner der Stadt protestierten.

Ein AP-Fotograf und ein TV-Team wurden von russischen Truppen bei Poti kurz festgenommen und gezwungen, ihre digitalen Speicherkarten und Videobänder abzugeben. Russische Einheiten bauten vor Poti unterdessen befestigte Stellungen aus, die trotz des bis Freitag zugesagten Rückzugs auf eine längere Stationierung hindeuteten.

Schützenpanzer und Truppentransporter blockierten zudem eine strategisch wichtige Brücke. Der stellvertretende russische Generalstabschef Anatoli Nogowizyn versicherte dennoch, der russische Abzug werde wie angekündigt bis zum Freitagabend so weit fortgeschritten sein, dass die Einheiten «in den Zonen russischer Friedensschützer sein werden».

Panzer aich in Gori

Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hatte dies bereits vor der Entwicklung in Poti, dem wichtigsten Ölhafen Georgiens, bezweifelt. Sein Land könne nicht viel gegen die russische Besetzung ausrichten, klagte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Die Russen «machen sich über die Welt lustig», sagte Saakaschwili.

Auch um die georgische Stadt Gori und bei dem 50 Kilometer von Tiflis entfernten Igojeti hielten russische Panzer und Soldaten am Donnerstag weiterhin Stellungen besetzt. Nogowizyn sagte, russische Truppen würden einen Sicherheitsring mit 18 Kontrollstellen um Südossetien ziehen. (AP)

 
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