Die Republikanische Partei: 

netzeitung.deDie Republikaner und ihr Elefant

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Der Elefant ist das Sympol der Republikanischen Partei (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Elefant ist das Sympol der Republikanischen Partei
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die «Grand Old Party» ist einige Jahrzehnte jünger als die Demokratische Partei. Nach der «Großen Depression» in den 30er Jahren endete die goldene Zeit der Partei.

Die Republikanische Partei der USA muss nach fast achtjähriger Amtszeit von George W. Bush um ihre Macht fürchten. Neben den Demokraten ist die «Grand Old Party» (GOP) eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie plädiert für niedrige Steuern und staatliche Ausgaben, einen freien Markt und starke Eigenverantwortung der Amerikaner.

Mit ihrem Kandidaten John McCain, der Ende August 72 Jahre alt wird, hoffen die Republikaner, das Weiße Haus bei den Präsidentenwahlen im November zu erobern. Der weißhaarige Senator wäre bei Amtsantritt der älteste US-Präsident aller Zeiten. Die Republikaner sind derzeit sowohl in beiden Kammern des Kongresses als auch bei der Zahl der Gouverneure in der Minderheit.
Würdevoll, stark und intelligent
Der Elefant ist seit fast 150 Jahren das Symbol der US-Republikaner. Bereits 1860 tauchte der Dickhäuter in Zeichnungen in Verbindung mit den Republikanern auf. Allerdings war es der deutschstämmige Zeichner Thomas Nast, der die republikanische Partei 1874 im Magazin «Harper's Weekly» endgültig mit dem Bild des Elefanten verband.

Nast, der in den USA als «Vater der politischen Karikatur» verehrt wird, skizzierte eine Horde aufgeschreckter Tiere, die vor einem als Löwen verkleideten Esel (Symbol der Demokraten) davonrennt. Republikaner haben sich längst mit dem Dickhäuter angefreundet: Elefanten seien würdevoll, stark und intelligent.

Mit Eisenhower zurück ins Weiße Haus
Gegner der Sklaverei gründeten die GOP 1854 im Norden des Landes. Schon sechs Jahre später zog Abraham Lincoln ins Weiße Haus ein. Darauf folgte der Bürgerkrieg (1861-65). Zwischen 1860 und 1933 stellten die Republikaner insgesamt 56 Jahre lang den Präsidenten. Nach der «Großen Depression» in den 30er Jahren endete die Goldene Zeit der Partei.

Erst 1952 erzielte die GOP mit Dwight D. Eisenhower wieder einen überwältigenden Sieg über die Demokraten. Auch Richard Nixon siegte bei seiner Wiederwahl 1972 deutlich. Zwar brachte ihn der Watergate- Skandal zwei Jahre später zu Fall, die Partei blieb jedoch bis zum Amtsantritt des Demokraten Bill Clinton 1993 dominierende Partei im Weißen Haus. (nz/dpa)