Ob und wann über die Vorschläge abgestimmt wird, blieb zunächst offen. Die Situation ist für den Sicherheitsrat äußerst ungewöhnlich, weil sich die 15 Mitglieder sonst bei wichtigen Themen im Vorfeld abzustimmen versuchen. Die westlichen Länder machten am Rande einer Sitzung deutlich, dass sie eine Unabhängigkeit der von Georgien abtrünnigen Republiken Südossetien und Abchasien verhindern wollen. «Die Souveränität und territoriale Integrität Georgiens muss (in der Resolution) drinstehen», sagte Wolff.
In dem am Dienstag von Frankreich eingebrachten westlichen Resolutionsentwurf ist dieser Punkt ausdrücklich enthalten. Der von dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ausgehandelte Sechs-Punkte-Plan spricht die Frage dagegen nicht an. Vorrang müsse zunächst haben, dass Russland sich an seine Verpflichtungen aus der Vereinbarung halte, sagte der französische UN-Botschafter Jean-Pierre Lacroix. «Bis jetzt haben wir nach wie vor keine konkreten und sichtbaren Anzeichen für einen russischen Truppenabzug.» (dpa)