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Konflikt im Kaukasus: 

Russland baut Sicherheitszone in Georgien

20. Aug 2008 18:16
Gut getarnt lauert in Georgien ein russischer Panzer
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Die Stellungen auf zentralgeorgischem Gebiet sind gedeckt vom Waffenstillstandsvertrag. Allerdings richten sich russische Soldaten auch außerhalb der vereinbarten Sieben-Kilometer-Zone ein.

Russland will in Georgien eine sieben Kilometer breite Sicherheitszone um die abtrünnige Region Südossetien einrichten. Dort werde eine doppelte Linie von insgesamt 18 Kontrollstellen eingerichtet, teilte der stellvertretende russische Generalstabschef Anatoli Nogowizyn am Mittwoch mit.

Diese Kontrollstellen sollen nach seinen Angaben von 270 Soldaten besetzt werden. Nach der von der EU vermittelten Waffenstillstandsvereinbarung müssen sich die russischen und georgischen Truppen auf Positionen zurückziehen, die sie vor Beginn der Gefechte innehatten.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew erklärte am Dienstag, dies werde bis Freitag geschehen. Das Abkommen lässt aber zu, dass russische Truppen auf georgischem Gebiet in einer sieben Kilometer breiten Zone rund um Südossetien bleiben können. Allerdings errichteten russische Truppen am Mittwoch auch weit außerhalb dieser Zone auf einem Berg außerhalb der Stadt Igojeti einen Wachposten. An mindestens drei Orten weiter westlich im georgischen Kerngebiet schlugen russische Soldaten ein Lager auf.

Bilanz der Opfer

In dem Krieg zwischen Georgien und Russland um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien wurden 64 russische Soldaten getötet und 323 weitere verwundet, wie Generaloberst Nogowizyn mitteilte. Auf georgischer Seite wurden nach Angaben aus Tiflis 160 Soldaten getötet, 300 gelten noch als vermisst. Die Zahl der getöteten Zivilpersonen ist weiter unklar. Vertreter der separatistischen Regierung in Südossetien sprachen am Mittwoch von 1492 Toten.

In Berlin forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen zügigen Abzug der russischen Truppen aus dem georgischen Kerngebiet. Bis Freitag 24 Uhr müsse der Rückzug laut dem vereinbarten Sechs-Punkte-Plan abgeschlossen sein, sagte Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch in Berlin. (AP)

 
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