Soldaten im Internet: 

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Soldaten im Internet 

Lupe Französische Armee warnt vorm Bloggen

In vielen Ländern leisten Soldaten der Grande Nation ihren Dienst. Einige von ihnen schreiben regelmäßig im Internet über ihre Erlebnisse. Das französische Militär hat darin eine Gefahr erkannt.

Die französische Armee hat Soldaten zur Zurückhaltung beim Verfassen von Internet-Tagebüchern aufgefordert. Zu offenherzige Informationen in Blogs oder Internet-Foren könnten die Militärs, ihre Familien und militärische Operationen gefährden, schrieb die Tageszeitung «Le Monde», die sich auf einen Sprecher der Armee berief.

Der Generalstab habe die Truppen über die Gefahr der Verbreitung militärischer Informationen informiert. «Angesichts der Verschärfung einiger unserer Verpflichtungen darf die Verletzlichkeit nicht unterschätzt werden», sagte der Sprecher.

In Internet-Tagebüchern schreiben die Soldaten zum Teil begeistert über ihre Einsätze, berichten aber auch über Frust oder Langeweile. «Ich warte nur, dass die Zeit vergeht, langsam reicht's mir», schrieb beispielsweise ein 22-jähriger Soldat im Einsatz in Afghanistan.

«Dieser Beruf ist ein mentales Gefängnis»
«Wie viele von uns wurden von ihren Familien oder Freunden geschnitten, weil sie Befehlen gehorcht und Menschen erschossen haben? Dieser Beruf ist ein mentales Gefängnis», schrieb ein anderer.

Angaben über den Umfang der Internet-Tagebücher gibt es nicht. Nach Einschätzung der Armee haben die Blogs, die hauptsächlich als Tagebücher zur Lektüre für Angehörige und Familien gedacht sind, keinen großen Leserkreis. Sie seien nicht mit den Blogs US-amerikanischer Soldaten zu vergleichen, die seit dem Irak-Krieg zu einer alternativen Informationsquelle geworden sind. (dpa)