Krieg im Kaukasus: 

netzeitung.deAbchasen greifen Georgier an

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Russische Soldaten unterstützen die Separatisten (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Russische Soldaten unterstützen die Separatisten
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In dem Konflikt hat sich die Lage verschärft: Separatisten starteten eine Offensive im oberen Kodori-Tal. Es ist das einzige Gebiet in Abchasien, das noch von Georgien kontrolliert wird.

Am Morgen hat die Operation der Separatisten zur Vertreibung der Georgier begonnen. Ein Sprecher der Separatisten sagte, die Uno-Beobachter seien zuvor gewarnt worden und hätten sich zurückgezogen. Das Hauptquartier der Beobachtermission der Vereinten Nationen (Unomig), an der auch Bundeswehr-Soldaten beteiligt sind, sei nicht betroffen,

Die Abchasen betrachten das obere Kodori-Tal, in dem wenige tausend Menschen leben, als ihr Territorium. Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hatte dort 2006 die dortigen Abchasen vertreiben und eine georgische Verwaltung errichten lassen.

Im Gebiet Abchasien am Schwarzen Meer hat Russland in den vergangenen Tagen 9000 Soldaten und 350 Militärfahrzeuge zur Verstärkung der eigenen Friedenstruppen verlegt. Dies wurde mit der Unterstützung der bislang in Abchasien stationierten russischen Friedenstruppen begründet.

Bis zu 15.000 Flüchtlinge in Georgien
Die Offensive löste nach Angaben der Diakonie-Katastrophenhilfe inzwischen eine weitere Flüchtlingswelle aus. Zahlreiche Georgier aus Abchasien seien mittlerweile in Tiflis angekommen, sagte ein Sprecher.

In der georgischen Hauptstadt gebe es bereits bis zu 15.000 Flüchtlinge, die etwa aus Südossetien und der von russischen Truppen angegriffenen Stadt Gori gekommen seien. Die vergangene Nacht hätten die Menschen in Tiflis in großer Angst vor einem russischen Angriff verbracht, betonte der Sprecher.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Partnerorganisationen in Georgien bei der humanitären Hilfe. «Derzeit bemühen wir uns, Zugang zur weitgehend zerstörten Stadt Gori zu erhalten», meinte der Sprecher. Derzeit seien allerdings fast keine Menschen mehr in Gori. Sobald die Flüchtlinge aber zurückkehrten, sei dort massive Hilfe vonnöten. (dpa/epd)