Schwere Vorwürfe gegen Bush: 

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Schwere Vorwürfe gegen Bush 

Lupe Irakkrieg mit gefälschtem Brief legitimiert

Zwischen Saddam Hussein und den Attentätern vom 11. September ließ sich partout keine Verbindung herstellen. Also half das Weiße Haus nach – mit gefälschten Dokumenten. Das behauptet zumindest der US-Autor Ron Suskind.

Dass Saddam Hussein keine Massenvernichtungswaffen besessen hat, räumt inzwischen auch US-Präsident George W. Bush ein. Neu ist allerdings, dass das Weiße Haus Dokumente gefälscht haben soll, um eine Verbindung zwischen dem irakischen Diktator und Mohammed Atta zu unterstellen. Diesen Vorwurf erhebt der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete US-Schriftsteller Ron Suskind in seinem neuen Buch «The Way of the World».

Suskind, der bereits zwei Enthüllungsbücher über die Machenschaften der Bush-Regierung veröffentlicht hat, bezeichnet die Fälschung als eine der größten Lügen in der amerikanischen Politik und vergleicht sie mit der Watergate-Affäre Anfang der 1970er Jahre unter dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon. Das Weiße Haus sowie ehemalige Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA wiesen Suskinds Vorwürfe entrüstet zurück, wie die «Los Angeles Times» am Mittwoch berichtete. Sie bezeichneten die Enthüllungen als «Schmieren-Journalismus».
CIA-Chef lässt Briefe fälschen
Die umstrittensten Behauptungen betreffen den damaligen irakischen Geheimdienstchef Tahir Jalil Habbush. Kurz vor Beginn des Einmarsches in den Irak im Jahr 2003 sei er immer wieder von britischen und amerikanischen Regierungsvertretern auf die Existenz irakischer Massenvernichtungswaffen angesprochen worden. Bei diesen geheimen Treffen habe Habbush erklärt, dass es keine Waffen gebe. Die CIA und das Weiße Haus hätten diese Erklärung als Täuschung abgetan, schreibt Suskind.

In diesem Zusammenhang habe der ehemalige CIA-Chef George Tenet den Plan ausgeheckt, Habbush für die Fälschung eines Briefes anzuheuern. Damit sollte eine Verbindung zwischen Hussein und dem Terroristen Mohammed Atta, der eines der Flugzeuge in das World Trade Center gesteuert haben soll, vorgetäuscht werden. In dem Brief wird behauptet, Atta sei für seine Mission im Irak trainiert worden. Habbush habe den Brief unterzeichnet, der im Dezember 2003 einem britischen Journalisten zugespielt wurde.

Suskind bezieht sich in seinem Buch auf die beiden früheren CIA-Mitarbeiter Robert Richer und John Maguire. Die beiden dementierten die Angaben allerdings in einer Mitteilung an die «Washington Post». Nach dem Irak-Einmarsch wurde Habbush für Informationen von der CIA laut Suskind mit fünf Millionen Dollar bedacht.


Für das Web ediert von Michaela Duhr