Guantánamo-Prozess:
Bin Laden-Fahrer schuldig gesprochen
06. Aug 2008 16:50, ergänzt 16:52
 |  Hamdan während des Prozesses | Foto: dpa |
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Die Geschworenen im ersten Guantánamo-Prozess haben eine Entscheidung gefällt. Der Angeklagte Hamdan könnte deshalb lebenslang hinter Gitter wandern.
Im ersten Guantanamo-Prozess hat ein US-Militärgericht den ehemaligen Fahrer von Osama bin Laden teilweise schuldig gesprochen. Der Angeklagte Salim Hamdan wurde von den Geschworenen am Mittwoch der Unterstützung des Terrorismus schuldig befunden. Vom Vorwurf der Verschwörung wurde er freigesprochen. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Das Verfahren war der erste US-Kriegsverbrecherprozess seit dem Zweitem Weltkrieg. Die Geschworenen berieten insgesamt acht Stunden lang.
Hamdan wurde vorgeworfen, Bin Laden dabei geholfen zu haben, sich nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 dem Zugriff der US-Behörden zu entziehen. Er hat der Aussage eines Ermittlers aus dem US-Verteidigungsministerium widersprochen, wonach er einen Eid auf den Al-Kaida-Chef geschworen haben soll. Seine Verteidiger erklärten in ihrem Abschlussplädoyer, ihr Mandant sei lediglich einer von vielen Mitarbeitern im Fuhrpark Bin Ladens gewesen. (AP)