Obama reagiert mit seinem Meinungswandel einerseits auf eine parteiübergreifende Initiative im US-Kongress, die die strikten Beschränkungen für Ölbohrungen vor den Küsten lockern möchte. Andererseits haben sich in Meinungsumfragen angesichts stark gestiegener Benzinpreise deutliche Mehrheiten der Amerikaner für solche Bohrungen ausgesprochen. Die Demokraten hatten bisher neben dem Verweis auf die gefährdete Umwelt argumentiert, dass neue amerikanische Ölförderungen erst in zehn Jahren eine spürbare Auswirkung auf die Preise haben würden. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain ebenso wie US-Präsident George W. Bush haben sich in den vergangenen Wochen mehrfach entschieden für Ölbohrungen vor den US-Küsten ausgesprochen. McCain meint, im optimalen Fall könnten schon in zwei bis drei Jahren neue US-Ölquellen sprudeln. (dpa)