02.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Offen ist, ob es einmal ein Staatsbegräbnis für Thatcher gibt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Auch Premierminister Brown hat sich in die Diskussion eingeschaltet, wenn auch nicht öffentlich. Die letzte «Fünf-Sterne-Beerdigung» in Großbritannien gab es vor mehr als vier Jahrzehnten.
Mit 82 Jahren muss die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher derzeit erleben, wie sich Politiker Gedanken über ihre Beisetzung machen. Ob Thatcher eines Tages ein Staatsbegräbnis bekomme oder nicht, sei noch nicht entschieden, sagte eine hochrangige Labour-Politikerin dem «Guardian». «Anderslautende Berichte sind nicht zutreffend», sagte Harriet Harman, die als Fraktionschefin ihrer Partei im Unterhaus Mitglied des Kabinetts von Premierminister Gordon Brown ist.
Zuvor hatten Londoner Zeitungen unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, Lady Thatcher, die von 1979 bis 1990 Premierministerin war, solle mit einem Staatsbegräbnis gewürdigt werden. Darüber habe Brown bereits mit Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt gesprochen. Auch sei das Büro Thatchers kontaktiert worden. Mit dem bislang letzten Staatsbegräbnis im Vereinigten Königreich war 1965 Ex-Premier Sir Winston Churchill geehrt worden.
Möglicherweise fehlen EhrenwachenFrüher waren solche Staatsakte für Monarchen reserviert. Erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts werden «Fünf-Sterne-Beerdigungen», wie der Sender BBC sie nannte, gelegentlich auch «nicht-royalen Persönlichkeiten» zuteil - wie etwa dem in der Schlacht von Trafalgar gefallenen Admiral Lord Nelson oder dem Naturwissenschaftler Charles Darwin.
In der nach Meinung einiger britischer Medien peinlich anmutenden Diskussion um die Beisetzung Thatchers hieß es unter anderem, es stünden im Falle eines Staatsbegräbnisses möglicherweise nicht genügend Ehrenwachen für das dann fällige Defilee ihres Sarges durch die Straßen von London zur Verfügung. (dpa)