Der Parade wohnten Präsident Alvaro Uribe sowie dessen Kollegen aus Brasilien und Peru bei, Luiz Inácio Lula da Silva und Alan Garcia. In einer Rede vor dem Kongress erklärte Uribe später, seine Regierung werde sich weiterhin um die Freilassung der verbliebenen Geiseln bemühen. Zugleich drückte er seine Bereitschaft zu einem Friedensschluss mit den linksgerichteten Guerillakämpfern aus, nannte aber keine Einzelheiten. Auch in rund 40 Städten im Ausland fanden ähnliche Veranstaltungen statt, darunter in Paris, London, Miami und New York. In Paris eröffnete die kürzlich befreite Geisel Ingrid Betancourt in der Nähe des Eiffelturms ein «Konzert für die Freiheit», bei dem Popstar Juanes vor Tausenden auftrat, wie Shakira ist er ebenfalls Kolumbianer. Betancourt rief den Anführer der Farc-Rebellen, Alfonso Cano, zu Frieden auf. «Verstehe, dass jetzt Zeit ist, das Blutvergießen zu beenden, dass die Zeit gekommen ist, Gewehre mit Rosen zu tauschen», erklärte Betancourt, die sich mehr als sechs Jahre in der Gewalt der Farc befand.