20. Jul 2008 12:23, ergänzt 13:59
Drei deutsche Bergsteiger waren vor zwölf Tagen am Berg Ararat in der Türkei von PKK-Kämpfern entführt worden. Nun gibt es sehr gute Neuigkeiten.
Der Minister dankte der türkischen Regierung, den dortigen Sicherheitsbehörden, der deutschen Botschaft in Ankara sowie den Mitarbeitern des Krisenstabs im Auswärtigen Amt für ihre Anstrengungen. Fragen zum Hergang der Freilassung beantwortete der Minister nicht. Die Deutschen waren vor eineinhalb Wochen von PKK-Rebellen am Berg Ararat verschleppt worden.Wann und unter welchen Umständen die Männer aus Bayern im Alter von 33, 47 und 65 Jahren freikamen, teilte auch das türkische Außenministerium nicht mit. Der Gouverneur der Provinz Agri, Mehmet Cetin, sagte allerdings, die Entführer hätten ihre Geiseln auf einem Hügel zurückgelassen und seien geflüchtet.
In einer Erklärung der PKK-Führung hieß es nach der Entführung, die Tat sei eine Reaktion auf die kurdenfeindliche Politik der Bundesregierung. Die Rebellen kritisierten insbesondere das Verbot des PKK-nahen Senders Roj-TV durch das Bundesinnenministerium Mitte Juni und stellten als Bedingung für die Freilassung der Deutschen eine Einstellung der türkischen Militäraktionen am Ararat sowie eine Änderung der deutschen Kurdenpolitik.Dies lehnte die Regierung jedoch ab. Die Bundesrepublik sei nicht erpressbar, hatte Steinmeier erklärt. Zuletzt hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan eine enge Zusammenarbeit zur Lösung der Geiselnahme vereinbart.
Die Schwester einer der Geiseln, Elfriede H., sagte als erste Reaktion auf die Nachricht von der Befreiung: «Sie sind ein Schatz. Das ist ja sowas von befreiend. Ich bin jetzt ganz glücklich. Wir sind ja wirklich ganz korrekte Leute.» (dpa/AP)