Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Weltjugendtag in Sydney: 

Papst zelebriert Abschluss der Superlative

20. Jul 2008 10:02
Der Papst fuhr im Papamobil durch die Pilger-Menge
Bild vergrößern
In Sydney ist der Weltjugendtag mit einer Riesenmesse zu Ende gegangen. Papst Benedikt feierte den Abschluss mit über 400 Bischöfen vor 400.000 Gläubigen. Er gab dabei den Ort des nächsten Weltjugendtages bekannt.

Zum Abschluss des 23. Weltjugendtages in Australien hat Papst Benedikt vor einer wachsenden spirituellen Leere in der Gesellschaft gewarnt. Eine neue Generation von Christen habe die Aufgabe eine Welt zu schaffen, in der «Gottes Geschenk des Lebens willkommen, respektiert und geschätzt ist», sagte er in Sydney am Sonntag vor rund 400.000 Gläubigen. Benedikt zelebrierte die Messe im Beisein von 26 Kardinälen und 420 Bischöfen.

In vielen Gesellschaften breite sich neben materiellem Reichtum eine «spirituelle Wüste» aus, sagte der Papst: «Eine innere Leere, eine namenlose Angst, ein stilles Gefühl von Verzweiflung». Ziel sei dagegen eine Welt, in der Hoffnung von Apathie und Selbstbezogenheit befreie.

Er ermunterte die Zuhörer, offen zu ihrem Glauben zu stehen. «Sprecht mit anderen über eure Hoffnungen und Ideale, und sprecht von Gott und mit Gott! Glücklich ist der Mensch, der in der Liebe Gottes und in der Liebe zum Nächsten lebt», sagte er auf deutsch zu den deutschsprachigen Pilgern. Er firmte während des Gottesdienstes 24 junge Christen. Der nächste Weltjugendtag werde im Jahr 2011 in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfinden, gab Benedikt zum Abschluss bekannt.

Lob und Kritik der Pilger

Rund 200.000 Menschen hatten nach der Abendandacht am Samstag auf der Rennbahn unter freiem Himmel übernachtet. Das Massenlager verlief ohne Zwischenfälle, berichtete der Jugendpfarrer aus Osnabrück, Johannes Wübbe. «Organisatorisch lief alles wunderbar, und es war bewölkt, also nicht so kalt wie befürchtet.» Auf dem Platz standen noch einmal zahlreiche Zelte für die Beichte, die nach seinen Angaben noch am späten Abend voll waren. «Unglaublich, trotz der Menschenmengen war es mucks Mäuschen still», berichtete Samira Borg (22) aus Georgsmarienhütte.

Papst Benedikt war am Morgen zunächst im Helikopter über die Menge geflogen und anschließend mit dem Papamobil zur Messe vorgefahren. Wie schon nach seiner Ankunft am Donnerstag hatte der Fahrer es aber eilig. Viele Pilger beschwerten sich anschließend, dass das Fahrzeug viel zu schnell fuhr und sie den Heiligen Vater gar nicht zu Gesicht bekamen.

Für den Papst standen am Sonntag noch einige private Begegnungen auf dem Programm. Er wollte am Montag die 23-stündige Rückreise nach Rom antreten. (dpa/AP/epd)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Iraker Mädchen unter Verdacht: 
Teenagerin bringt Sprengstoffgürtel zur Polizei
Einigung mit Wenn und Aber: 
US-Truppenabzug aus Irak bis 2011 vereinbart
 
Reaktion auf die Finanzkrise: 
EU will Rettungs-Regeln für Pleite-Banken
Vorbild US-Milliardenpaket: 
Niederlande schlagen Europa-Rettungsfonds vor
 
Bundeswehreinsatz im Inland: 
Widerstand gegen Bundes-Marschbefehl
 
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.