Die US-Regierung hatte es bislang abgelehnt, bei den Statusverhandlungen auf die Forderung Bagdads nach konkreten Abzugsplänen einzugehen. Die «Washington Post» hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass Washington und Bagdad wegen dieses und anderer strittiger Punkte praktisch die Hoffnung aufgegeben hätten, noch vor dem Ende von Bushs Amtszeit im Januar 2009 eine Einigung bei den Gesprächen zu erzielen. Das Mandat der Vereinten Nationen für den Einsatz der multinationalen Streitkräfte im Irak läuft Ende des Jahres aus. US-Generalstabschef Admiral Michael Mullen hatte am Mittwoch erklärt, die Sicherheitslage im Irak sei «fraglos bedeutend besser» geworden. Sollte dieser Trend anhalten, wolle er im Herbst Präsident Bush und Verteidigungsminister Robert Gates eine weitere Truppenreduzierung empfehlen. Aus militärischer Sicht sei aber noch kein Wendepunkt in dem Krieg erreicht, betonte er.
Die USA wollen durch eine Verringerung ihrer Stärke im Irak mehr Soldaten nach Afghanistan schicken, wo zuletzt die Gewalt eskalierte. «Wir arbeiten sehr hart daran, Möglichkeiten zu überprüfen, eher früher als später weitere Truppen (nach Afghanistan) zu schicken», sagte Gates. (dpa/AP)