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Stationierung im Irak: 

Bush sucht «Zeithorizont» für Truppenabzug

18. Jul 2008 21:16
Ein Ende des Irak-Einsatzes ist in ganz weiter Ferne in Sicht
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Fünf Jahre schon kämpfen US-Soldaten im Irak und bisher ist kein Ende abzusehen. Nun will der US-Präsident darüber verhandeln, wie lange seine Truppen noch in dem Golfstaat bleiben sollen.

Die USA wollen bei ihren Verhandlungen mit dem Irak über den künftigen Status der amerikanischen Soldaten auch über Zeitpläne für eine Truppenverringerung reden. Präsident George W. Bush und der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki seien bei einer Videokonferenz angesichts der verbesserten Sicherheitslage im Irak übereingekommen, dass «die Verhandlungen auch einen allgemeinen Zeithorizont für angestrebte Ziele beinhalten können», teilte das Weiße Haus in Washington am Freitag mit.

Dazu zähle die Wiederaufnahme der Kontrolle in den Städten durch irakische Sicherheitskräfte wie auch eine weitere Verringerung der US- Kampftruppen. Bush und Al-Maliki stimmten aber auch überein, dass diese Ziele «auf einer weiter verbesserten Sicherheitslage basieren und nicht auf einem willkürlich gesetzten Abzugsdatum». Ein willkürliches Abzugsdatum werde es indessen nicht geben, betonte das Weiße Haus.

Auslaufendes UN-Mandat

Die US-Regierung hatte es bislang abgelehnt, bei den Statusverhandlungen auf die Forderung Bagdads nach konkreten Abzugsplänen einzugehen. Die «Washington Post» hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass Washington und Bagdad wegen dieses und anderer strittiger Punkte praktisch die Hoffnung aufgegeben hätten, noch vor dem Ende von Bushs Amtszeit im Januar 2009 eine Einigung bei den Gesprächen zu erzielen.

Das Mandat der Vereinten Nationen für den Einsatz der multinationalen Streitkräfte im Irak läuft Ende des Jahres aus. US-Generalstabschef Admiral Michael Mullen hatte am Mittwoch erklärt, die Sicherheitslage im Irak sei «fraglos bedeutend besser» geworden. Sollte dieser Trend anhalten, wolle er im Herbst Präsident Bush und Verteidigungsminister Robert Gates eine weitere Truppenreduzierung empfehlen. Aus militärischer Sicht sei aber noch kein Wendepunkt in dem Krieg erreicht, betonte er.

Die USA wollen durch eine Verringerung ihrer Stärke im Irak mehr Soldaten nach Afghanistan schicken, wo zuletzt die Gewalt eskalierte. «Wir arbeiten sehr hart daran, Möglichkeiten zu überprüfen, eher früher als später weitere Truppen (nach Afghanistan) zu schicken», sagte Gates. (dpa/AP)

 
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