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Nach dem Uranunfall von Tricastin: 

Grundwasser bei allen Atomanlagen im Visier

17. Jul 2008 10:58
Betreiber-Logo vor der Atomanlage Tricastin
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Der französische Umweltminister hat radioökologische Proben in der Nähe sämtlicher Kernenergie-Anlagen angeordnet. Ihm werde gesagt, alles sei sicher, berichtet Minister Borloo: Er fügt an: «Ich will sicher gehen»

Nach dem Uranunfall in Tricastin lässt Frankreich in der Umgebung aller Atomanlagen das Grundwasser untersuchen. Er habe die radioökologischen Proben angeordnet, sagte Umweltminister Jean-Louis Borloo der Zeitung «Le Parisien».

Außerdem habe er den Atomtechnikkonzern Areva angewiesen, die Vorgänge in Tricastin aufzuklären und Fehlverhalten streng zu bestrafen. In Tricastin war abgereichertes Uran aus einem beschädigten Auffangbecken in die Oberflächengewässer gelangt. Bei der Überprüfung der Auswirkungen war auch im Grundwasser Uran festgestellt worden, das bereits früher in die Umwelt gelangt sein muss.

«Le Parisien»: Schon 1998 im Grundwasser festgestellt

Laut der Zeitung wurde bereits 1998 festgestellt, dass in Tricastin 900 Kilogramm Uran aus einem lange Zeit geheim gehaltenen Erdhügel ins Grundwasser gelangt waren. In dem mehrere Meter hohen Erdhügel innerhalb der Anlage waren in den 70er Jahren 760 Tonnen uranhaltigen Atomabfalls aus Militärbeständen vergraben worden.

Ein Gesetz von 2006 schreibt laut Borloo die Erfassung aller Orte mit Atommüll vor. Er habe einen Bericht über den Umgang mit dem Abfall angefordert. «Man sagt mir, alles sei unter Kontrolle. Ich will sichergehen.» (dpa)

 
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