16. Jul 2008 08:18
Sprit und Strom werden immer teurer. Deshalb fordern in den USA einige «elder Statesmen» wie Henry Kissinger und Colin Powell gemeinsam dazu auf, «veraltete und verschanzte» Positionen zu überprüfen.
Das müsse sich ändern, fordern die Politikveteranen, darunter die Exaußenminister James Baker und George Shultz sowie die Exverteidigungsminister Frank Carlucci, William Cohen, William Perry und James Schlesinger. Ihr Brief ist eine Initiative des Instituts für Energie im 21. Jahrhundert, das mit der US-Handelskammer verbunden ist und eher den Republikanern nahe steht. Der Präsident des Instituts, Exgeneral James Jones, betont aber, dass der Aufruf parteiübergreifend sei. «Da kommt ein Energie-Tsunami auf uns zu, und wenn man den kommen sieht, geht man besser auf die Spitze der Welle – sonst wird man zerschmettert», sagte der ehemalige Kommandeur der Marineinfanterie. Er habe darüber mit Obama und McCain gesprochen. «Beide Kandidaten sind noch mit ihren Gedanken zu diesem Thema in einem embryonalen Stadium», sagte Jones. In dem Brief werden 13 Empfehlungen ausgesprochen. So solle Energieeffizienz aggressiv gefördert und der Energieverbrauch gesenkt werden, sowohl die Atom- als auch erneuerbare Energie ausgebaut und Kohle umweltpolitisch akzeptabler gemacht werden. Im Verkehr müsse man vom Öl weg kommen. Aber nicht nur Politiker und ihre Parteien, auch die Bürger müssten ihr Verhalten ändern, betonte die Gruppe. Für jedermann sei es selbstvertändlich, Strom zu beziehen. Wenn es aber um den Bau neuer Kraftwerke gehe, gebe es Bürgerproteste. (Josef Hebert, AP)