14. Jul 2008 19:58
Die Zeitschrift «New Yorker» hat beim amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Obama für Unmut gesorgt. Der fand es gar nicht witzig, dass seine Frau als Terroristin dargestellt wurde.
Die Zeichnung auf dem Cover des Magazins «New Yorker» sei «geschmacklos und beleidigend», erklärte Obamas Wahlkampfsprecher Bill Burton am Montag. Die Karikatur zeigt Obama und seine Frau im Oval Office, zu sehen sind außerdem eine brennende US-Fahne im Kamin und ein Bild von Osama bin Laden an der Wand. Satire «ist ein Teil von dem, was wir tun» und solle Vorurteilen einen Spiegel vorhalten, heißt es in einer Erklärung. Das Magazin verwies außerdem auf zwei «sehr ernsthafte» Artikel zu Obama in dem aktuellen Heft. Das Spottbild werde von den meisten Lesern als «geschmacklos und beleidigend» empfunden, «und wir stimmen dem zu», sagte Obamas Sprecher Burton.
In dem linksgerichteten Internet-Blog «The Huffington Post» wurde die Satire aus der Feder von Barry Blitt als Steilvorlage für alle Gegner Obamas gewertet. Kritik kam auch vom republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain, dessen Wahlkampfsprecher Tucker Bonds die Zeichnung als «geschmacklos und befremdlich» kritisierte. (AP)