Schweres Gefecht in Afghanistan: 

netzeitung.de100 Taliban stürmen US-Außenposten

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Taliban-Kämpfer (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Taliban-Kämpfer
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sie durchbrachen die Mauern eines neuen Postens der Amerikaner, sie schossen mit Maschinengewehren und Panzerabwehrraketen. Der Angriff der Taliban hat ein lang andauerndes, verlustreiches Gefecht ausgelöst.

Für den blutigsten Angriff auf die US-Streitkräfte in Afghanistan seit drei Jahren ist laut Nato-Angaben eine Gruppe von mehr als 100 Taliban-Kämpfern verantwortlich gewesen. Die Angreifer hätten einen erst drei Tage zuvor errichteten US-Außenposten im Süden des Landes gestürmt, hieß es am Montag aus Kreisen der Nato-Schutztruppe Isaf. Bei dem Angriff am Sonntag in der Provinz Kunar wurden neun amerikanische Soldaten getötet und 15 verletzt.

Die Kämpfer drangen am Morgen in den Außenposten nahe der Ortschaft Wanat im Grenzgebiet zu Pakistan ein, nachdem sie die Außenmauern durchbrochen hatten, wie es weiter hieß. Sie feuerten mit Maschinengewehren, Panzerabwehrraketen und Mörsergranaten, die Soldaten schossen zurück. Das Gefecht dauerte den Tag über an. Dabei seien auch mehr als 40 Aufständische getötet worden.

Der Anschlag war der blutigste seit Juni 2005, als beim Abschuss eines US-Hubschraubers in Kunar 16 Soldaten getötet wurden. Bei einer Bombenexplosion in der Provinz Helmand wurden am Sonntag sechs Wachleute eines privaten Sicherheitsdienstes getötet. Die Männer eskortierten gerade einen Nato-Versorgungskonvoi, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zwei weitere Wachleute wurden bei dem Anschlag verletzt. Zuvor hatte in der Provinz Urusgan ein Selbstmordattentäter 24 Menschen in den Tod in den Tod gerissen.

Sprengsatz explodiert in Taliban-Hochburg
Bei einem Bombenanschlag in der südafghanischen Provinz Helmand sind ebenfalls am Sonntag sechs einheimische Sicherheitskräfte getötet worden. Wie der Polizeichef von Helmand, Said Mohammad Hussein, am Montag mitteilte, hatten die afghanischen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes am Vortag einen Versorgungskonvoi der Internationalen Schutztruppe ISAF eskortiert, als ein am Straßenrand versteckter Sprengsatz explodierte. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Helmand gilt als Hochburg der radikalislamischen Taliban. (AP/dpa)