Streit um Atomwaffen:
Iran testet Langstreckenraketen
09.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Präsident Mahmud Ahmadinedschad wies indes Drohungen gegen Teheran wegen des Streits über das iranische Atomprogramm als Witz zurück. In nächster Zukunft werde es mit Sicherheit keinen Krieg geben, zeigte sich der Staatschef überzeugt. Schirasi, der den iranischen Führer Ayatollah Ali Khamenei in der Marine vertritt, sagte, «das zionistische Regime» dränge die USA zu Vorbereitungen für einen Angriff auf den Iran. «Wenn sie diese Dummheit begehen, werden Tel Aviv und die US-Flotte im Persischen Golf als erste in Brand gesetzt», sagte der Geistliche.
Einzelheiten zum Zeitrahmen oder zum Ort des Großmanövers der Streitkräfte wurden nicht bekannt. In einer Mitteilung auf der Website der Revolutionsgarde wurde lediglich darauf verwiesen, dass Raketeneinheiten beteiligt seien. Die Streitkräfte halten zwei bis drei Mal im Jahr Manöver ab. Am Freitag hatte der Befehlshaber der Revolutionsgarde, General Mohammed Ali Dschafari, noch einmal deutlich gemacht, dass der Iran jeden Angriff auf eine seiner Atomanlagen als Beginn eines Krieges betrachten werde. Die Revolutionsgarde untersteht direkt der Führung Khameneis.
Die US-Regierung strebt unterdessen finanzielle Sanktionen gegen mehrere Iraner und iranische Unternehmen an, die Washington zufolge die Bemühungen Teherans um Atomwaffen unterstützen. Die iranischen Atom- und Raketenfirmen versteckten sich hinter Vertretern, die für sie Geschäfte abwickelten, sagte der Unterstaatssekretär im US-Finanzministerium, Stuart Levey. (AP)

