08. Jul 2008 12:14
Der US-Präsidentschaftskandidat will in seiner Rede die deutsch-amerikanische Freundschaft betonen – am liebsten unterm Brandenburger Tor. Das finden andere aber gar nicht gut.
Mit der Berliner Rede wolle Obama den Wählern in den USA signalisieren, dass er anders als der amtierende Präsident George W. Bush die enge Zusammenarbeit mit den Europäern suchen werde, sagte der Berater. «Bilder von 100.000 jubelnden Zuhörern würden dieses Argument stützen.» Obamas Wunschort für die Rede ist das Brandenburger Tor. «Die Kulisse wäre einfach großartig», sagte der Berater.Im Kanzleramt gibt es dagegen jedoch Bedenken. «Das Brandenburger Tor ist der bekannteste und ein geschichtsträchtiger Ort in Deutschland», sagte ein Vertreter der Bundesregierung «Spiegel Online». In der Vergangenheit sei dieser Ort nur bei ausgesuchten Anlässen zu politischen Kundgebungen genutzt worden. Und dies sei nur gewählten Präsidenten vorbehalten gewesen. Keinesfalls dürfe das Brandenburger Tor zu einer «beliebigen Kulisse» für ausländische Wahlkämpfer gemacht werden. (dpa/AP)