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G8: 

G8 wollen CO2-Emissionen bis 2050 halbieren

08. Jul 2008 09:26
Schädliche Treibhausgase sollen weniger werden
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Die USA haben den Widerstand gegen ein langfristiges Klimaziel aufgegeben: In Toyako einigten sich die G8-Teilnehmer darauf, endlich eine Grenze für die schädlichen Treibhausgase festzusetzen – um diese auch einzuhalten.

Ein halbes Jahr vor Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident George W. Bush in der Klimapolitik eingelenkt. Beim G8-Gipfel im japanischen Toyako verständigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, bis 2050 den Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen mindestens zu halbieren. Noch vor einem Jahr hatte Bush nur zugesagt, dieses Ziel zur Mitte des Jahrhunderts zu prüfen. Umweltschützer kritisierten, dass Bush sich weiter weigere, sich auf mittelfristige Ziele festzulegen.

In Sachen Klimaschutz hatte es am Montag, dem ersten Gipfeltag, eine Kontroverse über das weitere Vorgehen gegeben. Während US-Präsident George W. Bush nicht ohne die aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien bei der Reduzierung der Treibhausgase voranschreiten will, rief EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dazu auf, in Vorleistung zu treten. Ansonsten werde man sich in einem «Teufelskreis» wiederfinden, sagte er.

Merkel verteidigt Atomkonsens

Die Amerikaner setzten ihrerseits Deutschland unter Druck, den Atomausstieg zu stoppen. Wer es mit dem Klimaschutz ernst meine, müsse auch die Kernkraft nutzen, sagte der Klimaberater Bushs. Merkel blockte den Vorstoß umgehend ab: «Ich glaube nicht, dass sich der Klimaschutz an der Frage der Kernenergie alleine entscheidet.»

Die US-Regierung bewertet die Schlusserklärung des G8-Gipfeltreffens zur Klimafrage als ein hervorragendes Ergebnis. Mit dem erklärten Ziel, bis 2050 den Ausstoß der Treibhausgase um 50 Prozent senken zu wollen, hätten sich die G8-Staaten auf eine gemeinsame langfristige Vision festgelegt, sagte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Dan Price. Wie von Bush vorgeschlagen, werde es nun darum gehen, mit allen großen Industriestaaten - also auch mit China und Indien - eine für alle verbindliche Strategie für mittelfristige Ziele im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu finden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte die Einigung als starkes Signal für die Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012. Die Konferenz soll Ende 2009 in Kopenhagen beginnen. Dann wollen die G8 ihre eigene Vorgabe für 2050 in die Verhandlungen einbringen. (dpa/AP)

 
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