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Nach dem Anschlag in Weißrussland: 

Zweiter Sprengsatz in Minsk entdeckt

04. Jul 2008 10:39, ergänzt 13:09
Der Tatort: eine Konzertbühne
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Nach dem verheerenden Anschlag bei einer Open-Air- Veranstaltung wurde eine weitere Bombe entdeckt. Wenn sie nicht doch noch detoniert, könnte sie für die Ermittler sehr aufschlussreich sein.

Nachdem während eines Freiluftkonzertes ein Bombenanschlag mindestens 50 Menschen verletzt hatte, haben Ermittler nun eine zweite Bombe gefunden. Durch die Untersuchung der nicht detonierten Bombe erhofften sich die Ermittler Hinweise auf den Täter, sagte der weißrussische Innenminister Wladimir Naumow.

Bei dem ersten Bombenanschlag waren im Zentrum der Stadt zahlreiche Menschen verletzt worden. Mehrere Opfer seien in Krankenhäusern operiert worden. Nach ersten Angaben der Ermittler soll ein Unbekannter kurz nach Mitternacht einen selbst gebastelten Sprengsatz unter den Zuschauern eines Konzerts bei den Feiern zum weißrussischen Unabhängigkeitstag gezündet haben.

Staatspräsident Alexander Lukaschenko besuchte noch in der Nacht den Tatort neben einem Denkmal für die Heldentaten der Minsker Bürger im Zweiten Weltkrieg. Augenzeugen berichteten, dass am Ort der Explosion Schrauben und andere Metallteile verstreut lagen, mit denen die Zerstörungskraft einer Bombe erhöht werden kann.

Viele der Opfer erlitten Verletzungen an Armen und Beinen. Die Polizei vermutet einen Einzeltäter hinter der Explosion. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es vorerst nicht. Polizeisprecher Alexander Lastowski erklärte, die Ermittlungen richteten sich gegen Hooligans.

Unabhängigkeitstag gefeiert

Weißrussland feiert seit Mitte der 1990er Jahre seinen Unabhängigkeitstag am 3. Juli im Gedenken an die Befreiung der von der Wehrmacht besetzten Sowjetrepublik durch die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg. (dpa/AP)

 
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