Generalverdacht:
Italien will Fingerabdrücke aller Roma erfassen
03.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Es sei «kein Geheimnis», dass Roma-Kinder, die für Betteln und Diebstähle ausgenutzt würden, «von einer Stadt in die nächste gebracht werden, um Kontrollen zu entgehen», sagte Maroni am Samstag der Zeitung «Corriere della Sera».
Unicef Italien kritisierte, damit würden grundlegende Rechte der Kinder verletzt. «Wir können nicht Opfer zu Kriminellen machen», sagte Sprecher Vincenzo Spadafora am vorigen Wochenende. Das EU-Parlament will sich nächste Woche mit der Angelegenheit befassen. In Italien gibt es mehr als 700 Behelfssiedlungen, die sich vorwiegend um Rom, Mailand und Neapel konzentrieren. Die meisten Bewohner sind Roma. Oft fehlt es in den Lagern an ausreichenden sanitären Einrichtungen. (AP)

