Uribe ging mit der Befreiung ein extrem hohes Risiko ein. Wären die Geiseln dabei wie in vielen früheren Fällen zu Tode gekommen, wären seine Tage an der Spitze des Staates gezählt gewesen. Uribe, der selten lächelt und sehr asketisch lebt, war ohnehin schon durch den Skandal um die mögliche Bestechung von Abgeordneten zu Gunsten seiner Wiederwahl 2006 unter Druck geraten. Vergangene Woche hatte er sich sogar für eine Wiederholung der Wahl ausgesprochen. Ob die jetzt noch notwendig sein würde, war zunächst unklar. Klar war aber angesichts positiver Umfragewerte schon vor der Befreiung Betancourts, wer die Wahl gewinnen würde. (Jan-Uwe Ronneburger, dpa)