29. Jun 2008 09:42
Er will Präsident der USA werden, und er will anders regieren als George W. Bush. Mit Spannung darf deshalb sein nun angekündigter Besuch in Europa erwartet werden. Er wolle die «Schlüsselstaaten der transatlantischen Allianz» besuchen, sagte Obama.
Die Reise gebe ihm Gelegenheit, sich mit einigen der engsten Freunde und Verbündeten über die Gefahren für die Sicherheit der USA und der Welt im 21. Jahrhundert auszutauschen, erklärte Obama. «Frankreich, Deutschland und Großbritannien sind Schlüsselstaaten der transatlantischen Allianz und haben zum Einsatz in Afghanistan beigetragen», erklärte Obama. Er freue sich, mit den Politikern dieser Länder «darüber zu diskutieren, wie wir unsere Partnerschaft in den nächsten Jahren stärken können.» Der Senator bemüht sich derzeit, die US-Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass er über ausreichend Erfahrung in der Außenpolitik verfügt.
Obama hat angekündigt, dass er in diesem Sommer auch den Irak und Afghanistan besuchen will. Einer Umfrage von AP und Yahoo News in diesem Monat ergab, dass 61 Prozent der US-Amerikaner den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain als guten militärischen Führer bezeichnen, Obama dagegen nur 27 Prozent. Doch trauen die Amerikaner dem Demokraten eher zu, das Ansehen der USA in der Welt zu verbessern.
Es ist ungewöhnlich für einen US-Präsidentschaftskandidaten, so kurz vor dem Wahltermin noch ins Ausland zu reisen. Obama hatte im vergangenen Jahr einen Europabesuch erwogen, wegen des harten innerparteilichen Kampfes mit Hillary Clinton um die Präsidentschaftskandidatur aber letztlich darauf verzichtet. (AP/dpa)