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Keine Lust auf Farce: 

Wenige Simbabwer gehen zur Schwindel-Wahl

27. Jun 2008 08:25
Bei der Wahl im April hatten die Simbabwer noch die Wahl
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Zehn Simbabwer fanden sich in dem größten Wahllokal in Harare zum Beginn der Stichwahl ein. Hunderte dagegen waren es um die gleiche Zeit bei der ersten Runde vor drei Monaten - als es noch mehr als einen Kandidaten gab.

Die umstrittene Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe hat begonnen. Die Wahllokale öffneten am Freitagmorgen. Bei der Abstimmung gibt es nur einen Kandidaten: Den seit 28 Jahren regierenden Amtsinhaber Robert Mugabe. Die Beteiligung war am frühen Morgen entsprechend gering.

Gegen 7 Uhr morgens waren in Harares größtem Wahllokal gerade mal zehn Menschen gekommen, in kleineren sogar noch weniger. Bei der ersten Runde am 29. März hatten um die gleiche Zeit bereits Hunderte ihre Stimme abgegeben. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hatte am Wochenende seinen Verzicht auf eine Beteiligung an der Stichwahl erklärt und dies mit anhaltenden Repressalien des Regimes gegen ihn und die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) begründet.

Tsvangirai hatte die erste Abstimmung gegen den 84-jährigen Mugabe gewonnen, dem offiziellen Ergebnis zufolge aber die absolute Mehrheit verfehlt. Mugabe ist seit 1980 an der Macht und hat das Land zuletzt in den wirtschaftlichen Ruin geführt. Die internationale Staatengemeinschaft hat Mugabe vergeblich aufgefordert, die Stichwahl zu verschieben und eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen der Regierung und der Opposition zu suchen.

In die Vermittlungen um eine politische Lösung hat sich nun auch Simbabwes Nachbarland Botsuana eingeschaltet, wo nach Medienangaben am Donnerstagabend eine Delegation von Mugabes ZANU(PF) eintraf. Botsuanas Regierung betonte, wenn andere Staaten der Region zu sehr zögerten, müsse das Land im Alleingang eine Vermittlung versuchen.

Südafrika, der langjährige Vermittler in der Simbabwe-Krise, wurde in Medienberichten kritisiert. Die Wochenzeitung «Mail & Guardian» schrieb am Freitag, der Staat habe das Nachbarland mit Militärgütern im Millionenwert versorgt und auch Luftwaffenpersonal ausgebildet. (AP/dpa)

 
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