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Tagesthema Wasser: 

Regen entspannt spanischen Wasserkrieg

24. Jun 2008 19:34
In Barcelona wurde das Wasser knapp
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Eine Stadt am Meer wird per Schiff mit Wasser versorgt. So geschehen in Barcelona. Aufgrund einer schweren Trockenheit hat die Provinzregierung für 44 Millionen Euro Wasser geordert – kurz vor der Lieferung kam der Regen.

Barcelona hat ein Wasserproblem. Zumindest hatte die Katalonische Hauptstadt im April noch ein Wasserproblem. Die Brunnen wurden abgeschaltet, Pools durften nicht mehr gefüllt, der Rasen nicht gewässert werden. Wassersparen war die Devise, schließlich hatte die Provinzregierung ein strenges Wasserspargesetz erlassen und sogar Wasser von außerhalb bestellt. 44 Millionen Euro kostet die Wasserlieferung für zwei Monate, das erste Schiff ist Mitte Mai eingetroffen. Kurz zuvor hatten Regenfälle die Wasserlieferung eigentlich überflüssig gemacht.

Waren im April die Stauseen, die Barcelona mit Wasser versorgen nur zu 20 Prozent gefüllt, waren es Mitte Juni schon 65 Prozent.

Auch der Plan, Wasser aus Spaniens größtem Fluss Ebro nach Katalonien zu leiten, wurde vorläufig gestoppt. Die Neubauten sollten rund 180 Millionen Euro kosten. Die Provinzen Valencia und Andalusien waren mit dem Projekt nicht einverstanden, sie sahen Katalonien als von der Zentralregierung bevorzugt an, in Spanien sprach man schon von einem Krieg um das Wasser.

Bis 2011 sollen bei Barcelona nun weitere Entsalzungsanlagen entstehen, um auf die nächsten Trockenperioden vorbereitet zu sein. Wichtig wäre aber auch eine Erneuerung des Leitungsnetzes. Spanienweit sickert derzeit rund ein Viertel des Wassers durch marode Leitungen in die Erde. (nz)

 
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