Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Premiere für Obama: 

Mit Hillary, nicht gegen sie

20. Jun 2008 23:12
Clinton und Obama bei einer TV-Debatte im April 2008
Bild vergrößern
In einer Woche werden die Ex-Rivalen erstmals gemeinsam Wahlkampf machen. Clinton will auch Geldgeber für Obama mobilisieren. Der demokratische Kandidat muss derweil einige kleine Feuer löschen.

Barack Obama will in der kommenden Woche im Wahlkampf erstmals mit seiner ehemaligen Rivalin Hillary Clinton auftreten. Beobachter werteten dies als Versuch, die demokratische Partei nach dem erbittert ausgetragenen Vorwahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur zu einen. Der gemeinsame Auftritt sei am 27. Juni geplant, hieß es am Freitag in einer kurzen Mail von Obamas Team. Am Donnerstag will Clinton den Senator aus Illinois in Washington mit den wichtigsten finanziellen Unterstützern ihres Wahlkampfes bekanntmachen. Wegen Clintons Niederlage hegen einige Finanziers immer noch Groll gegen ihn und zögern, Geld für seine Kandidatur zu spenden.

Für seine Kehrtwende bei der Wahlkampffinanzierung hat Obama herbe Kritik der US-Zeitungen geerntet. Die Presse wirft ihm Wortbruch und Scheinheiligkeit vor. Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten hatte angekündigt, im Gegensatz zu dem Republikaner John McCain seinen Wahlkampf um die Präsidentschaft mit privaten Spenden statt öffentlicher Gelder finanzieren zu wollen. Vor einem Jahr hatte er dagegen gesagt, er werde die etwa 84 Millionen Dollar aus der Bundeskasse nutzen, sollte sein Gegner dies auch tun. Wer die öffentliche Wahlkampf- Unterstützung verwendet, darf jedoch keine privaten Spenden annehmen. Das wäre ein Nachtteil für Obama: Von seinen Anhängern könnte er etwa die vierfache Summe erwarten.

Frauen mit Kopftuch abgedrängt

Obama entschuldigte sich unterdessen persönlich bei zwei muslimischen Frauen, die bei einer Wahlkampfkundgebung in Detroit wegen ihres Kopftuchs nicht hinter ihm sitzen durften. Eine der Frauen, Hebba Aref, sagte am Mittwoch, freiwillige Helfer Obamas hätten ihnen bei der Veranstaltung am Montag in der Joe-Louis-Arena gesagt, dass sie mit dem islamischen Kopftuch nicht hinter dem Podium im Blickfeld der Fernsehkameras sitzen dürften. Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten erklärte in einer Mitteilung am Donnerstag, er habe sich bei den Frauen entschuldigt. Die Vorgehensweise der Helfer sei nicht akzeptabel und stehe nicht im Einklang mit seiner Politik. In seinem Wahlkampf gehe es darum, die Menschen zusammenzuführen. Er werde weiter gegen jede Art von Diskriminierung kämpfen.

Sehe aufmerksam registrierten die US-Medien am Freitag, dass der populäre New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg vor jüdischen Einwohnern in Boca Raton (Florida) Obama gegen Gerüchte innerhalb der jüdischen Gemeinde verteidigte, die diesen in Verbindung mit dem Islam bringen. Diesen Lügen müsse man ohne Wenn und Aber entgegentreten, sagte der unabhängige Bürgermeister, der selbst Jude ist. Bloomberg schweigt bislang hartnäckig dazu, welchen Kandidaten er bei den Präsidentschaftswahlen unterstützen wird. (AP/dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Der mächtigste Vize-Präsident aller Zeiten: 
US-Vizepräsident Cheney bereut nichts
Bereitschaftsdienst: 
Parlament kämpft gegen Dauerarbeit
 
Kritik an EU-Klimabeschluss: 
Merkels «Kniefall vor der Industrie»
 
150 Lkws in Peschawar angezündet: 
Taliban zerstören Nato-Truppennachschub
BND-Untersuchungsausschuss: 
Brisante Daten, laxe Kontrolle
 
Israelisch-palästinensischer Krieg: 
EU und Nahost-Quartett verlangen Feuerpause
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.