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Reaktion auf Ölkrise: 

McCain: Atomkraft – ja, bitte!

19. Jun 2008 09:53
Manchmal geht auch in Atomkraftwerken das Licht aus: hier in Ohio
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Die Energiepreise steigen und steigen. In den USA hat dies eine Diskussion um Alternativen entfacht. Der republikanische Kandidat für die Präsidentschaft will die Zahl der Atomkraftwerke verdoppeln.

Der hohe Ölpreis lässt amerikanische Politiker kreativ werden. Erst haben sich einige Republikaner dafür ausgesprochen, vor den US-Küsten wieder Erdöl zu fördern. Jetzt kommt Präsidentschaftskandidat John McCain mit einem weiteren Vorschlag: Er will die Kernenergie in den USA massiv ausbauen.

Bis zum Jahr 2030 sollten landesweit 45 neue Reaktoren gebaut werden, sagte McCain nach einem Bericht der «New York Times» am Mittwoch bei einem Wahlkampfauftritt in Springfield. Er sehe die Kernenergie als saubere und sichere alternative zu den fossilen Energieträgern, sagte der 71-Jährige. Dabei sei er sich bewusst, dass dieser Kurs «so schwierig wie nötig ist». Ultimatives Ziel seien 100 neue Kernkraftwerke.

Derzeit decken dem Bericht zufolge 104 Atomreaktoren rund 20 Prozent des Energiebedarfs der USA. Seit den siebziger Jahren wurden jedoch keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut.

Schwarzenegger bleibt grün

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat sich unterdessen gegen eine Aufhebung des Ölförderungsverbots vor den US-Küsten ausgesprochen. Der republikanische Politiker wandte sich damit am Mittwoch gegen Forderungen von Präsident George W. Bush und des designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain. Auch führende Demokraten, darunter der Präsidentschaftskandidat Barack Obama, wiesen die Forderung zurück.

Währenddessen ist der Ölpreis am Donnerstag leicht gesunken. Im frühen Handel kostete ein Barrel der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Auslieferung 135,95 US-Dollar. Das waren 73 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Spekulationen über eine weitere Fördererhöhung Saudi-Arabiens hätten die Preise gedrückt. Für Juni und Juli hatte das mächtigste Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) bereits eine Produktionsausweitung um insgesamt 500 000 Barrel pro Tag beschlossen.
(nz/dpa/AP)

 
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