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US-Präsidentschaftswahlen: 

Kampf ums Weiße Haus - alles auf einen Blick

18. Jun 10:18, ergänzt 20. Aug 10:02
John McCain und Barack Obama wollen im November das Weiße Haus erobern
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Nach dem spannenden Duell um die Präsidentschaftskandidatur geht der Wahlkampf jetzt in die heiße Phase. Mit McCain und Obama müssen sich die Amerikaner zwischen zwei Welten entscheiden. Die Netzeitung bietet Interviews, Analysen und Hintergründe.

Sie streiten über den Abzug aus dem Irak, über Klimaschutz, Energiepolitik und über Wege aus der Immobilienkrise. Die beiden designierten Präsidentschaftsbewerber, der Demokrat Barack Obama und der Republikaner John McCain, liefern sich schon vor der Nominierung durch ihre Parteien erbitterte Zweikämpfe.

Während der republikanische Kandidat McCain schon seit Monaten feststeht, entschied sich das Duell bei den Demokraten erst Ende Juni. Die New Yorker Senatorin Hillary Clinton stieg wenige Tage nach der letzten Vorwahl am 3. Juni aus dem innerparteilichen Wettstreit mit Obama aus. Inzwischen unterstützt Clinton den afro-amerikanischen Senator aus Illinois im Kampf um die Nachfolge von George W. Bush.

Um sein außenpolitisches Profil zu schärfen, reiste Obama im Juli nach Afghanistan und in den Nahen Osten. Auf seiner anschließenden Tour durch Europa wurde er vor allem in Deutschland euphorisch empfangen. Allerdings hatte seine zunächst vor dem Brandenburger Tor geplante Rede Kontroversen in der Großen Koalition ausgelöst, so dass er sich schließlich entschied, vor der Berliner Siegessäule zu sprechen. Rund 200.000 Menschen versammelten sich, um Obama zu sehen und zu hören.

Zwei Welten

Die Amerikaner stehen dieses Mal vor einer Wahl zwischen zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: John McCain - 71 Jahre alt, weiß, langjähriges Kongressmitglied, wäre bei Amtsantritt der älteste Präsident der USA. Barack Obama - 46 Jahre alt, Senator aus Illinois, ist der erste schware Präsidentschaftskandidat und wäre der erste Angehörige einer Minderheit an der Spitze der Vereinigten Staaten. Doch die beiden unterscheiden sich nicht nur in Hautfarbe, Alter und Parteizugehörigkeit - zwischen ihnen liegen auch ideologisch Welten.

Beide haben die notwendige Delegiertenzahl für die Nominierung erreicht, so dass einer Kür zum Präsidentschaftskandidaten auf den jeweiligen Parteitagen nichts mehr im Wege steht. Vom 25. bis 28. August treffen sich die Demokraten in Denver im US-Bundesstaat Colorado, die Republikaner kommen vom 1. bis 4. September in Saint Paul in Minnesota zusammen.

Entscheidend ist der Wahlkampf

Experten gehen davon aus, dass der Wahlkampf in den kommenden Monaten ausschlaggebend sein wird. «Sollte McCain etwas widerfahren, was seinem hohen Alter zugesprochen werden kann - ein Stolpern, ein Versprecher - dürfte das seine Chancen gewaltig schmälern. Das gleiche gilt für Obama, falls er sich noch einmal einen solchen Fauxpas leisten sollte, wie seine Äußerungen über verbitterte, weiße Amerikaner, die aus Frust zur Waffe greifen oder sich der Religion zuwenden«, meint der US-Politikexperte Stephen Silvia.

Die Netzeitung liefert aktuelle Informationen, Expertengespräche, Analysen und Hintergründe, aber auch Kurioses und Skurriles rund um den amerikanischen Wahlkampf.

Alles was bisher in den Vorwahlen geschah, von Obamas überraschenden Sieg in Iowa, über Hillary Clintons Comeback in Ohio und Texas und Obamas viel beachteter Rede zur Rassenfrage in Philadelphia bis hin zur bitteren Niederlage der 60-jährigen New Yorker Senatorin, können Sie in unserem Dossier US-Vorwahlen nachlesen.


 
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