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Weltflüchtlingstag: 

Weltweit 42 Millionen Menschen auf der Flucht

20. Jun 2008 10:29
Flüchtlingsboot vor den Kanaren
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Die Zahl der Flüchtlinge ist in den vergangenen zwei Jahren deutlich gestiegen. Allein im Irak sind 2,4 Millionen Menschen Vertriebene im eigenen Land, weitere zwei Millionen haben das Land verlassen.

Im vergangenen Jahr flohen noch mehr Menschen vor Krieg, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen als im Vorjahr. Insgesamt waren 42 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies geht aus dem jüngst veröffentlichten Bericht «Globale Trends» des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) hervor.

Ende vergangenen Jahres zählte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) 11,4 Millionen Flüchtlinge außerhalb ihrer Heimatländer und 26 Millionen Menschen, die im eigenen Land vertrieben wurden. Ende 2006 waren es weltweit 9,9 Millionen und 24,4 Millionen.

«Nach einem Rückgang der Flüchtlingszahlen in den Jahren 2001 bis 2005 beobachten wir seit zwei Jahren wieder einen Anstieg, und das macht uns Sorgen», sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. Die Welt stehe vor einer «komplexen Gemengelage globaler Herausforderungen, der künftig sogar zu noch mehr Flucht und Vertreibung führen könnte».

Afghanistan an der Spitze

Das UN-Hilfswerk zählt allerdings nur die Menschen, um die es sich etwa nach Katastrophen oder Kriegs- und Bürgerkriegshandlungen kümmern kann. Nicht einbezogen in diese Statistik sind Menschen, die vor Armut und Hunger fliehen. Die Gesamtzahl der bedürftigen Flüchtlinge wird vom UNHCR auf 31,7 Millionen Menschen geschätzt. In dieser Zahl sind die rund 4,5 Millionen aus Palästina geflohenen Menschen jedoch nicht berücksichtigt, da sie von dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten betreut werden.

In einer anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni herausgegebenen Erhebung des UNHCR heißt es, dass Afghanen mit etwa drei Millionen und Iraker mit zwei Millionen die meisten Auslandsflüchtlinge stellen. Es folgen 552.000 Flüchtlinge aus Kolumbien, 523.000 aus dem Sudan und 457.000 aus Somalia.

Die meisten Flüchtlinge haben 2007 Pakistan, Syrien, Iran und Deutschland aufgenommen. In den Ländern, wo die Menschen innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben wurden, nehmen Kolumbien mit drei Millionen, der Irak mit 2,4 Millionen und die Demokratische Republik Kongo mit 1,3 Millionen die Spitzenstellung ein. (nz/dpa)

 
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