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Staatsakt im jüngsten europäischen Staat: 

Verfassung des Kosovos in Kraft gesetzt

15. Jun 2008 14:18
Flagge des Kosovos
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Serbien hat die erste eigene Verfassung des Kosovos als «rechtlich nicht existent» bezeichnet. Regierungschef Kostunica will die Verfassung «für null und nichtig» erklären lassen.


Der jüngste europäische Staat besitzt jetzt seine erste eigene Verfassung: Kosovo-Präsident Fatmir Sejdiu setzte mit seiner Unterschrift am Sonntag in Pristina das neue Grundgesetz in Kraft. «Heute ist ein historischer Tag», weil das Kosovo damit seine Eigenstaatlichkeit endlich erreicht habe, sagte der Präsident des neuen Staates bei der Unterzeichnungszeremonie.

Serbien bezeichnete das neue Grundgesetz für seine frühere Provinz umgehend als «rechtlich nicht existent». Formell wurde die schon vor zwei Monaten vom Parlament verabschiedete Verfassung durch die Unterzeichnung von 41 Verfassungsgesetzen in Kraft gesetzt. Damit werden wichtige staatliche Institutionen wie eine Armee und ein Außenministerium gegründet.

Serbiens Regierungschef Vojislav Kostunica verlangte eine Sondersitzung des Parlaments, um den Schritt der Kosovo-Albaner «für null und nichtig» erklären zu lassen.

Bei einem Staatsakt am Abend in Pristina soll erstmals die neue Nationalhymne gespielt werden. Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo hatte sich vor vier Monaten einseitig von Serbien abgespalten. Über 40 Länder, darunter die USA, Japan und die Mehrheit der EU-Mitglieder, haben den neuen Staat inzwischen anerkannt. (dpa)

 
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