05. Jun 2008 09:50
Die «ungläubigen Staaten» müssten sich für «Verbrechen gegen den Propheten» entschuldigen, sonst drohten weitere Anschläge. Mit markigen Worten haben die Terroristen begründet, warum sie die dänische Botschaft in Pakistan angriffen.
Gleichzeitig sei der Anschlag eine Warnung an «ungläubige Staaten». Wenn diese sich nicht für ihre «Verbrechen gegen den Propheten» entschuldigten, werde der Kampf fortgesetzt, heißt es weiter. Bei dem Anschlag waren am Montag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Erklärung wurde auf einer Website veröffentlicht, die häufiger von militanten Islamisten benutzt wird. Ihre Echtheit konnte aber zunächst nicht bestätigt werden. Unterzeichnet war sie von Mustafa Abu al Jasid, dem selbsterklärten Chef der Terrorgruppe in Afghanistan.
Der dänische Geheimdienst hatte zuvor schon gesagt, er vermute das Terrornetzwerk Al Qaeda oder eine andere islamistische Gruppierung hinter der Tat. Diese Organisationen hätten den Willen und die Fähigkeit zu Anschlägen auf dänische Einrichtungen in Pakistan, sagte Geheimdienstdirektor Jakob Scharf. Eines der Opfer war ein dänischer Staatsbürger pakistanischer Herkunft. (dpa/AP)