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US-Vorwahlen: 

Wirbel um Clintons Kandidatur

03. Jun 2008 17:10, ergänzt 17:38
Hillary Clinton gibt sich geschlagen
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Erst hieß es, die demokratische Senatorin würde ihrem Rivalen Obama den Sieg bei den Vorwahlen zugestehen, nun folgt umgehend das Dementi. Clintons Wahlkampfchef bemühte sich klarzustellen, dass die Kandidatin weiterkämpfen wolle.

Clintons Wahlkampfteam hatte mitgeteilt, dass die Kandidatin am Dienstagabend den uneinholbaren Vorsprung des Rivalen Barack Obama anerkennen wolle. Damit würde sie de facto ihre Kandidatur zu den Akten legen. Doch Wahlkampfchef Terry McAucliffe bezeichnete Meldungen über eine Aufgabe Clintons als «absolut falsch». Sie wolle sich in den nächsten Tagen vielmehr weiterhin um die notwendige Unterstützung von «Superdelegierten» bemühen, sagte McAucliffe dem TV-Sender CNN.

Ein formelles Ende wollte Clinton in ihrer für den Abend geplanten Rede in New York ohnehin nicht verkünden. Sie wolle dagegen versprechen, sich weiter für wichtige Themen wie Gesundheitsfürsorge einzusetzen. Im Grunde sei der Wahlkampf aber damit beendet. Die meisten Wahlkampfhelfer würden entlassen und noch bis 15. Juni bezahlt. Dies wollte McAucliffe nicht kommentieren.

Der Grund dafür, die Kandidatur nicht offiziell zu beenden, liege darin, dass Clinton damit noch Verhandlungsspielraum mit Obama habe, etwa in der Frage einer möglichen Vizepräsidentschaft, sagten ihre Ratgeber. Außerdem wolle sie Obama damit Zugeständnisse bei Themen wie der Gesundheitspolitik abringen.

Obama zeigte sich bereits nach der Vorwahl in Puerto Rico am Sonntag zu einem Treffen mit Clinton bereit. In einem Telefonat habe er Clinton zu ihrem Wahlkampf gratuliert und gesagt, er freue sich auf ein Treffen mit ihr, sagte Obama am Montag vor Journalisten im US-Bundesstaat Michigan.

Obama will Clinton treffen

«Ich habe ihr gesagt, dass sie ein außergewöhnlichen Rennen gemacht hat und dass nicht viele Menschen wirklich verstehen, wie hart sie gearbeitet hat», sagte Obama. Er habe ihr gesagt, dass er sich auf ein Treffen mit ihr zu einer Zeit und an einem Ort ihrer Wahl freue, wenn sich die Aufregung gelegt habe.

Nach einem Bericht der Zeitung «Wall Street Journal» gab Obama während der US-Vorwahlen wesentlich mehr für TV-Wahlkampf-Spots aus als seine Konkurrentin Clinton. Wie die Zeitung am Dienstag berichtete, hatte Obama 75 Millionen Dollar (48,5 Millionen) zur Verfügung, Clinton lediglich 46 Millionen Dollar (29,7 Euro). Clinton hatte sich bereits in der Vergangenheit mehrfach beschwert, Obama verfüge über viel mehr Spendengelder als sie. Manche Experten betrachten die TV-Werbung als wahlentscheidend in den USA. (nz/AP)

 
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