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Nach dem Zyklon: 

Uno hält Birma-Hilfe für völlig unzureichend

12. Mai 2008 14:48
Sie sitzt in den Trümmern ihre Hauses
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Mittlerweile sind erste internationale Teams in die am schwersten betroffenen Gebiete vorgelassen worden. Sie liefern schockierende Berichte. Die Vereinten Nationen sorgt, dass die Unterstützung immer noch äußerst schleppend anläuft.

Mehr als eine Wochen nach den verheerenden Zyklon in Birma kommt immer noch zu wenig Hilfe im Katastrophengebiet an. «Wir erreichen zu wenig Leute, und es dauert zu lange», sagte Terje Skavdal vom UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) am Montag in Bangkok. «Normalerweise läuft die Hilfe in einer Situation wie dieser nach drei, vier Tagen auf Hochtouren» - das sei aber leider nicht der Fall.

Die Militärjunta lässt nur wenige Hilfsflüge ins Land und akzeptiert fast nur Lieferungen, die zur Verteilung an das birmanischen Militär übergeben werden. Nur einige UN- und Hilfsorganisationen, die einheimisches Personal vor Ort haben, können die Verteilung selbst organisieren. Das sei aber eine logistische Herausforderung, sagte OCHA-Sprecher Richard Horsey. Große Teile des Katastrophengebietes seien nur mit dem Boot zu erreichen.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat weniger als zehn Prozent der Leute und des Materials im Land, die angesichts von eineinhalb Millionen Bedürftigen nötig sind, sagte Sprecher Marcus Prior. «Wir müssten jeden Tag 375 Tonnen Nahrungsmittel reinbringen», sagte er. «In Wirklichkeit sind es weniger als 20 Tonnen pro Tag.»

In einem Dorf: 80 von 500 haben überlebt

Nach ersten Einsätzen in den am schwersten betroffenen Gebieten Birmas haben internationale Helfer von den dramatischen Folgen der Sturmkatastrophe berichtet. So hätten etwa in dem Dorf Gaw Dui von 500 Einwohnern nur 80 überlebt, sagten Mitarbeiter der Organisation Care am Montag. Unter den Überlebenden dort sei kein einziges Kind.

In einer anderen Region hätten vor der Katastrophe etwa 10.000 Menschen gelebt, sagte Care-Geschäftsführer Wolfgang Jamann. «Dort wurden von vierzehn Dörfern zehn überschwemmt», erklärte er. «Und es gibt nur 1500 Überlebende.» Auch in der Stadt Pyin Se Lu haben von 10.000 Bewohnern demnach nur 500 überlebt. «Diese konkreten Zahlen machen das Ausmaß des Schreckens noch deutlicher und konkreter», sagte Jamann. Er appellierte erneut an die Bundesbürger, die Hilfsorganisationen mit Spenden zu unterstützen. (dpa/AP)

 
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