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Verbalattacke aus Venezuela: 

Chávez greift Merkel mit Hitler-Vorwurf an

12. Mai 2008 09:10
'Frau Bundeskanzlerin, Sie können...', die zweite Beschuldigung blieb dann aus
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Den US-Präsidenten hat er schon als «den Teufel» bezeichnet und auch mit dem König von Spanien ist der linke Staatschef aneinander geraten. Nun wettert er mit einem seltsamen Vergleich gegen die Bundeskanzlerin.

Wenige Tage vor dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima hat der venezolanische Präsident Hugo Chávez schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel erhoben und ihr eine politische Nähe zu Adolf Hitler bescheinigt. Während seiner sonntäglichen Radio- und Fernsehsendung kritisierte Chávez Merkel dafür, die Christdemokraten zu vertreten. Diese konservative Partei gehöre zum rechten Lager, «derselben Rechten, die Hitler und den Faschismus unterstützt hat».

Chávez machte dann Ansätze zu weiteren Attacken auf Merkel, hielt sich aber schließlich zurück. «Frau Bundeskanzlerin, Sie können ...», hub er an, sagte dann aber nach einer kurzen Pause: «Weil Sie eine Dame sind, werde ich diesen Satz nicht vollenden.» Er beschuldigte Merkel, Regierungschefs in Lateinamerika gezielt dazu aufgerufen zu haben, keine engen Verbindungen zu Venezuela zu unterhalten.

Weiter erklärte Chávez, auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima werde es vermutlich zu einer Konfrontation zwischen ihm und der Bundeskanzlerin kommen. Würde sie ihm dann wohl sagen, dass er den Mund halten solle, fragte er in Anspielung an eben diese Aussage des spanischen Königs Juan Carlos beim EU-Lateinamerika-Gipfel im vergangenen Jahr.

Merkel beginnt am Dienstag eine einwöchige Lateinamerika-Reise, die sie außer zum Gipfel in Peru auch nach Brasilien, Kolumbien und Mexiko führen wird. Chávez ist schon öfters wegen spitzer Bemerkungen gegen westliche Politiker aufgefallen, insbesondere gegen US-Präsident George W. Bush. Diesen bezeichnete er in einer Rede vor der UN-Vollversammlung 2006 als «den Teufel». (AP)

 
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