Tsvangirai betonte: «Wir bei der MDC sind der Ansicht, dass sich unsere Anhänger betrogen fühlen würden, wenn wir vor der letzten K. O.-Runde zurückschrecken würden. Ich stehe bereit, und auch das Volk ist bereit für die Schlussrunde.» Angesichts der Gewalt im Lande sei der Beschluss zur Teilnahme an der Stichwahl aber schwierig gewesen. Die SADC-Staatengemeinschaft, die sich im vergangenen Monat auf ihrem Simbabwe-Krisengipfel in Lusaka (Sambia) auf einen Forderungskatalog für freie und faire Wahlen geeinigt hatte, müsse ihren Versprechungen nun Taten folgen lassen. Deren Vermittler - Südafrikas Präsident Thabo Mbeki - hatte sich am Vortag zu Gesprächen mit Präsident Mugabe in Harare aufgehalten. Informationen über den Inhalt des Treffens gab es nicht.
Tsvangirai warnte diejenigen, die nach seinen Erkenntnissen gegen tatsächliche oder vermutete Oppositionsanhänger Gewalt anwenden: «Für jene, die für die Gewalt vor Ort verantwortlich sind - die Polizei, die Miliz, die Armee und die sogenannten Veteranen - wird es Zeit, ernsthaft über die Folgen weiterer Attacken auf simbabwische Zivilisten nachzudenken!» Er mahnte indirekt mit juristischen Folgen für die Zeit nach der Ära Mugabe. (dpa)