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Abstimmung um das Präsidentenamt: 

Tsvangirai zu Stichwahl in Simbabwe bereit

10. Mai 2008 13:58
Oppositionschef Tsvangirai will sich einer Stichwahl stellen
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Der Oppositionschef hat gefordert, das Votum müsse durch internationale Beobachter kontrolliert werden. Die Wahlkommission habe sich als parteiisch erwiesen und müsse durch ein neutrales ersetzt werden, sagte Tsvangirai.

Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai will sich trotz erheblicher Bedenken einer Stichwahl gegen den seit 28 Jahren regierenden Präsidenten Robert Mugabe stellen. Tsvangirai sagte am Samstag in Südafrikas Hauptstadt Pretoria, er werde schon bald in sein Heimatland zurückkehren. Da die amtliche Wahlkommission die Ergebnisse des Urnengangs vom 29. März erst am 2. Mai bekanntgegeben habe, müsse die Stichwahl laut Gesetz spätestens drei Wochen später stattfinden - also bis zum 23. Mai.

Tsvangirai forderte, das neuerliche Votum müsse diesmal unter Aufsicht internationaler Beobachter und Journalisten stattfinden. Zudem müsse die um sich greifende Gewalt im Lande beendet werden, Truppen der regionalen Staatengemeinschaft SADC sollten den Frieden überwachen. Die Wahlkommission habe sich als parteiisch erwiesen und müsse durch ein neutrales Gremium ersetzt werden.

Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) hatte Tsvangirai nach der Wahl Ende März in einer eigenen Auszählung mit 50,3 Prozent der Stimmen als Sieger gesehen. Dagegen hatten nach Angaben der Wahlkommission weder der MDC-Chef (mit 47,9 Prozent der Stimmen) noch Mugabe (43,2 Prozent) im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit erreicht.

«Ich stehe bereit»

Tsvangirai betonte: «Wir bei der MDC sind der Ansicht, dass sich unsere Anhänger betrogen fühlen würden, wenn wir vor der letzten K. O.-Runde zurückschrecken würden. Ich stehe bereit, und auch das Volk ist bereit für die Schlussrunde.»

Angesichts der Gewalt im Lande sei der Beschluss zur Teilnahme an der Stichwahl aber schwierig gewesen. Die SADC-Staatengemeinschaft, die sich im vergangenen Monat auf ihrem Simbabwe-Krisengipfel in Lusaka (Sambia) auf einen Forderungskatalog für freie und faire Wahlen geeinigt hatte, müsse ihren Versprechungen nun Taten folgen lassen. Deren Vermittler - Südafrikas Präsident Thabo Mbeki - hatte sich am Vortag zu Gesprächen mit Präsident Mugabe in Harare aufgehalten. Informationen über den Inhalt des Treffens gab es nicht.

Tsvangirai warnte diejenigen, die nach seinen Erkenntnissen gegen tatsächliche oder vermutete Oppositionsanhänger Gewalt anwenden: «Für jene, die für die Gewalt vor Ort verantwortlich sind - die Polizei, die Miliz, die Armee und die sogenannten Veteranen - wird es Zeit, ernsthaft über die Folgen weiterer Attacken auf simbabwische Zivilisten nachzudenken!» Er mahnte indirekt mit juristischen Folgen für die Zeit nach der Ära Mugabe. (dpa)

 
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