Medwedew ist 13 Jahre jünger als Putin und verdankt allein diesem seinen überraschenden politischen Aufstieg. Mit der Vereidigung von Medwedew und der Wahl Putins ist eine Übergangsphase von mehreren Monaten zu Ende gegangen. Die Verfassung hinderte Putin daran, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Daraufhin bestimmte er Medwedew zum Kandidaten für seine Nachfolge und signalisierte sein Interesse am Amt des Ministerpräsidenten. Medwedew präsentierte Putin am Donnerstag in der Staatsduma und sagte, der Applaus der Abgeordneten bedeute, «dass Wladimir Wladimirowitsch keine besondere Empfehlung braucht». Putin habe die Wirtschaft vorangebracht und die globale Stellung des Landes gestärkt. «Russland wird wieder respektiert», sagte Medwedew. Zur künftigen Zusammenarbeit mit dem Ministerpräsidenten erklärte Medwedew: «Ich denke, dass niemand zweifelt, dass unser Tandem, unsere Zusammenarbeit nur noch stärker wird.» Putin werde bei der Umsetzung der Politik «eine Schlüsselrolle spielen».