07. Mai 2008 18:47
Schwere Mängel bei der Infrastruktur und ein desolates Krisenmanagement haben die Auswirkungen der Zyklon-Katastrophe massiv verschlimmert, sagen Experten der UN-Wetterbehörde. Die Flutwelle sei dramatisch unterschätzt worden.
Anders als etwa in Bangladesch, wo die Bewohner in Notunterkünfte fliehen können, existiere nach Angaben des WMO-Experten in Birma keine solche Infrastruktur. Wegen fehlender Radarüberwachung sei zudem die Flutwelle komplett unterschätzt worden, was die Zahl der Todesopfer stark steigen ließ.Schiessl verwies allerdings auch darauf, dass Birma nur etwa alle 40 Jahre von einem Wirbelsturm dieser Intensität getroffen werde. «Es handelt sich um ein sehr seltenes Phänomen, wie den Tsunami. Und unter diesen Umständen gibt es keinen Anreiz, sich vorzubereiten.» (dpa)