Der Streik legte auch den Flughafen von Beirut lahm. Das Bodenpersonal legte für sechs Stunden die Arbeit nieder, während Oppositionsanhänger die Straßen zum Flughafen abriegelten. 32 Flüge wurden gestrichen oder hatten Verspätung. Die Protestaktionen beschränkten sich auf die schiitischen Teile der libanesischen Hauptstadt. Die Menschen in den überwiegend von Sunniten und Christen bewohnten Vierteln ignorierten den Aufruf zum Generalstreik zumeist. Die Bundesregierung verfolgt die Auseinandersetzungen in Beirut «mit größter Aufmerksamkeit und Sorge». Kanzleramt und Auswärtiges Amt hielten regelmäßigen Kontakt zu den wichtigen Akteuren im Libanon und der Region, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. «Die Stabilität des Libanon liegt uns sehr am Herzen», sagte Wilhelm. Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der anti-syrischen Regierung und der Opposition am Mittwoch hatten das öffentliche Leben in der libanesischen Hauptstadt praktisch lahmgelegt. (AP/dpa)